Frank Goosens Raketenmänner bald im Theater

Frank Goosen hat offenbar mächtig Gefallen am Oberhausener Theater gefunden. Nach dem Oberhausener Publikumserfolg des Stücks „So viel Zeit“, das auf dem gleichnamigen Buch des gefeierten Ruhrpott-Autoren beruht, will Goosen auch seine neuste Erzählung „Raketenmänner“ auf die Bühne dieser Stadt bringen.

Ende September werden seine Männergeschichten als Stück uraufgeführt. Das kündigten Goosen und Oberhausens Intendant Peter Carp am Sonntagabend bei einer WAZ-Sondervorstellung von „So viel Zeit“ vor rund 400 Lesern an.

In „Raketenmänner“ erzählt Goosen von Männern mitten im Leben, von alter Freundschaft, neuer Liebe, von Verlassenen und Suchenden. Eigenhändig schreibt Frank Goosen „Raketenmänner“ für die Bühne um. Wie bei „So viel Zeit“ wird Peter Carp auch beim zweiten Goosen-Stück Regie führen.

Der Intendant blickt erwartungsvoll auf die Zusammenarbeit mit dem Bochumer Autoren Goosen. „Dass er selbst zur Feder greift, freut uns besonders.“

Rund 400 Leser der WAZ waren zu der Sonderaufführung von „So viel Zeit“ eingeladen, die im Großen Haus mit Liveband und bekannt feinem Goosen-Witz prächtig unterhielt. Erzählt wird im Stück die Geschichte von vier Freunden, die bei Kartenspiel und Bierchentrinken über die vergangenen Jahre sinnieren. Ihre Gedanken rauschen von legendären Partys und zu Konzerten und der ersten Liebe. Goosen, ein Ruhrpott-Seismograph wie kein zweiter, zeigt Szenen wie aus dem Leben gegriffen. Beim WAZ-Publikum kam sein warmherziger, zugleich lakonischer Humor an: Stehend applaudierten die Leser.

Goosen selbst bedauerte, dass nur wenige Autoren über das Ruhrgebiet schreiben. In dieser Region fänden sich viele interessante Themen.