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Kinderbetreuung

Förderung für den Spracherwerb

11.01.2016 | 09:00 Uhr
Förderung für den Spracherwerb
Im Gespräch mit Kindern der städtischen Kindertagesstätte Tackenberg: Der Sprachbeauftragte Janina Gräfendünkel macht die Arbeit viel Spaß.Foto: Tom Thöne

Oberhausen.   Der Bund stellt Mittel für Kindertageseinrichtungen zur Verfügung. Acht hiesige Kitas erfüllen Voraussetzungen und erhalten jährlich je 25.000 Euro.

400 Millionen Euro investiert der Bund ab Januar 2016 über vier Jahre in die Sprachförderung der Kindertageseinrichtungen. Auch acht Kitas in Oberhausen, die vom NRW-Familienministerium für eine Teilnahme vorgeschlagen wurden, können von dem Geldsegen profitieren.

Geld bis Dezember 2019

Schon heute werden 42 der insgesamt 80 Kindertageseinrichtungen in unserer Stadt wegen ihres hohen Anteils an Kindern mit Sprachförderbedarf von Land und Bund besonders gefördert. Die städtischen Kitas Strickersweg, Tackenberg, Villa Kunterbunt sowie die Kita des Zweckverbandes katholischer Tageseinrichtungen für Kinder an der Wörthstraße und das Familienzentrum Ruhrwerkstatt an der Helmholtzstraße sind etwa Teilnehmer des Bundesprogramms „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“.

Doch dieses Programm ist Ende 2015 ausgelaufen. Weiterentwickelt werden soll es nun durch das neue Bundesprogramm „Sprach-Kitas“.

Ab Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2019 erhält danach jede teilnehmende Einrichtung aus Bundesmitteln eine Förderung von 25.000 Euro pro Jahr. Finanziert werden sollen davon vor allem die jeweils zusätzliche halbe Stelle einer Sprachförderfachkraft pro Einrichtung sowie Materialkosten.

Nur für Kitas mit mindestens 40 Kindern
Hoher Bedarf an sprachlicher Förderung

Für die Teilnahme an dem Bundesprogramm „Sprach-Kita“ gibt es Voraussetzungen: Die Kindertageseinrichtung besuchen mindestens 40 Kinder.

Wichtig ist auch, dass überdurchschnittlich viele Kinder angemeldet sind, die einen besonders hohen Bedarf an sprachlicher Förderung haben.

Der Alltag dieser besonderen Kitas soll künftig komplett darauf ausgerichtet sein, die Kinder zum Spracherwerb anzuregen. Wichtig dabei: die enge Zusammenarbeit mit den Eltern.

Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ sieht außerdem die Einrichtung einer Fachberatung vor. Sie soll den neuen Fachkräften, aber auch den Kita-Leitungen und Teams bei ihrer Arbeit mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Insgesamt hatten 16 Einrichtungen in Oberhausen Interesse an der Sprachförderung bekundet. Doch nur acht erfüllten die Anforderungen.

Diese acht sind: die städtischen Kitas Tackenberg, Stadtmitte, Villa Kunterbunt und City-West sowie die Kita der Ruhrwerkstatt an der Helmholtzstraße, die evangelische Kita Nohlstraße, die Caritas-Kita Regenbogenland und die katholische Kita St. Marien.

Sieben Kitas haben mit zwei städtischen Kitas in Bottrop und vier Einrichtungen in Gladbeck einen Verbund gebildet. Die beteiligte katholische Kita St. Marien schließt sich einem Verbund innerhalb des Kita-Zweckverbandes an. Die Fachberatung für alle beteiligten Kindertageseinrichtungen übernimmt der Caritas-Verband Oberhausen.

Barbara Hoynacki

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2016-01-11 09:00
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