Flüchtlingsheim auf der Kippe

Das von der Stadt geplante neue Flüchtlingsheim an der Sperberstraße in Sterkrade steht auf der Kippe.

Prominente Unterstützung erhalten jetzt diejenigen Anwohner der Sperberstraße, die sich gegen die Bebauung einer kleinen Grünfläche mit einem Containerdorf für 100 Menschen mitten im Wohnviertel ausgesprochen haben.

Apostolos Tsalastras, Kämmerer und Oberbürgermeisterkandidat der SPD, will sich nach einer Besichtigung vor Ort am Freitagabend dafür stark machen, dass das Heim an anderer Stelle gebaut wird. „Mein erster Eindruck ist, dass es sehr schwierig sein wird, an diesem Standort ein Flüchtlingsheim zu errichten. Was die Zuwege und das Sicherheitskonzept angeht, ist das Areal kein guter Ort für ein Flüchtlingsheim.“ Er wolle nun mit der übrigen Stadtspitze über die Situation sprechen, um spätestens vor den Sommerferien eine Klärung zu erreichen. Die Chance, dass die Grünfläche für ein Heim genutzt werde, liege aber bei unter 50 Prozent.

In Oberhausen leben derzeit mehr als 1100 Flüchtlinge, rund 850 Neuankömmlinge erwartet die Stadt allein in diesem Jahr. 2014 stiegen die Unterbringungskosten für Flüchtlinge der Stadt Oberhausen bereits um zwei Millionen Euro.