Flüchtlingen eine neue Heimat bieten

L
iebe Oberhausenerinnen und Oberhausener,

wir leben seit fast 70 Jahren im Frieden. Aber überall auf der Welt gibt es schreckliche kriegerische Auseinandersetzungen. Eine menschenverachtende Folge ist, dass aktuell weltweit über 51 Millionen Menschen auf der Flucht sind.

Viele dieser Menschen, die nur ihr Leben gerettet haben, kommen nach Deutschland, kommen auch zu uns nach Oberhausen.

W

ir wollen und müssen die Menschen nicht nur unterbringen, ihnen Sicherheit in unserer Stadt geben, sondern uns auch um sie kümmern, ihnen das Gefühl geben, willkommen zu sein. Denjenigen, die bei uns bleiben, müssen wir neben Alltagshilfen Perspektiven in unserer Stadt bieten. Wir wollen ihr Hiersein als Chance begreifen!

Deutschland ist nach den USA Einwanderungsland Nummer zwei. Das spiegelt sich auch bei uns in Oberhausen wider. Oberhausenerinnen und Oberhausener aus über 130 Nationen leben aktuell in unserer Stadt.

Sie alle sind willkommen. Sie alle sollen sich bei uns wohlfühlen. Sie alle sollen bei uns eine neue Heimat finden. Das bedeutet für uns gemeinsam: guten Willen, Toleranz, Respekt, Rücksicht, Geduld und harte Arbeit.

Das kommende Jahr bringt manche Veränderung. Zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt entscheiden die Oberhausenerinnen und Oberhausener per Ratsbürgerentscheid über ein wichtiges, städtisches Verkehrsprojekt – über den Weiterbau der Straßenbahnlinie 105.

Beruflich endet meine Zeit als Oberbürgermeister nach elf Jahren im Oktober 2015. Das heißt für alle Oberhausenerinnen und Oberhausener, dass sie am 13. September aufgefordert sind, einen Nachfolger zu wählen. Wenn ich mir dazu etwas wünschen dürfte, dann, dass Sie zahlreich von Ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

Auch 2015 wird ein arbeitsreiches Jahr. Oberhausen hat sich, trotz der nach wie vor engen finanziellen Spielräume, weiter positiv entwickelt. Mit der Genehmigung des dritten Haushaltssanierungskonzeptes sind wir auf dem Weg des Haushaltsausgleichs ein gutes Stück weiter gekommen. Die damit verbundene größere Handlungsfreiheit zeigt sich unter anderem bei der Stadtteil- und Quartiersentwicklung. Neben Lirich und Alt-Oberhausen werden Sterkrade und Osterfeld 2015 in die Förderung aufgenommen.

Als Oberbürgermeister bin ich 2004 angetreten, um unser Oberhausen sozial und familienfreundlich weiter zu entwickeln. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag und liegt dabei auf der Bildung. Mit der Erarbeitung eines umfassenden Bildungsplans werden wir die zukünftige Schullandschaft strukturieren und damit Kindern und Eltern eine fundierte schulische Perspektive bieten.

Die Handlungsfelder Inklusion, Integration, Gleichstellung von Mann und Frau, Leben im Alter, bürgerschaftliches Engagement sowie Kinder- und Familienfreundlichkeit werden auch 2015 und in den folgenden Jahren wichtige Themen für Politik und Verwaltung im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger bleiben.

Allen Oberhausenerinnen und Oberhausenern wünsche ich einen guten Rutsch in ein friedvolles, erfolgreiches, glückliches und gesundes neues Jahr 2015.

Ihr

Klaus Wehling

Oberbürgermeister