Fitness-Studios: Verträge vorher prüfen

Viele Studiobetreiber versuchen, Fitness-Fans durch lange Mindestlaufzeiten, ungünstige Kündigungsfristen oder automatische Vertragsverlängerungen dauerhaft an sich zu binden. Damit sich Freizeitsportler im Dickicht undurchsichtiger Vertragsklauseln zurechtfinden, hat Angelika Wösthoff, Leiterin der Verbraucherzentrale in Oberhausen, einige Tipps zusammengestellt.

Erreichbarkeit, Öffnungszeiten und Mitgliedsbeiträge vorher prüfen. Viele Studios bieten ein kostenloses Probetraining an. Den Vertragstext gründlich lesen – am besten zu Hause. Nach Rabatten – beispielsweise für Studenten, Senioren oder für Mitglieder bestimmter Krankenkassen – fragen.

Die meisten Verträge werden für eine feste Dauer abgeschlossen. Eine Erstlaufzeit von 24 Monaten ist zulässig. Wer flexibel bleiben möchte, sollte sich nicht zu lange binden. Wird der Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert er sich meist automatisch um einen bestimmten Zeitraum. Eine Verlängerung von mehr als einem Jahr dürfte unzulässig sein.

Eine frühere Kündigung ist häufig nur bei unwirksamer Laufzeit oder unzumutbarer Kündigungsfrist möglich. Kunden zu einer Kündigung per Einschreiben zu verpflichten, ist nicht erlaubt. Wer nach Vertragsschluss ernstlich und dauerhaft erkrankt, kann den Vertrag – mit ärztlichem Attest – außerordentlich beenden.

Das Studio darf nicht verbieten, eigene Getränke mitzubringen. Anderes gilt nur, wenn es Getränke zu moderaten und handelsüblichen Preisen anbietet oder aus Sicherheitsgründen die Mitnahme von Glasflaschen verbietet.