Firmenticket lief einen Monat länger als das Arbeitsverhältnis

Von seinem Unmut über die Stoag wegen des früheren Firmentickets für seine Tochter Patricia berichtet Leser Wolfgang Bethke aus Osterfeld. Die junge Frau war von Anfang September bis Anfang Dezember 2014 bei den Lebenshilfe-Behindertenwerkstätten in Holten tätig. In dieser Zeit verfügte sie über ein Firmenticket, das sie aber, wie er berichtet, bereits Ende November ih­rem Ar­beitgeber zurückgab. Trotzdem erinnerte sie die Stoag am 10. Dezember daran, die Chipkarte zurückzugeben, weil sonst eine Chipkartengebühr von zehn Euro berechnet würde.

Der Leser wundert sich ohnehin, dass die Stoag die Kündigung der Chipkarte erst zum 31. Dezember annahm, einen Monat nach dem Ausscheiden seiner Tochter bei der Lebenshilfe. Dass sie überhaupt etwas damit zu tun hat, ärgert ihn, denn das „Firmenticket haben wir weder abonniert, noch bezahlt. Meine Tochter war lediglich Nutzer dieses Tickets“, schreibt er. Außerdem betrage der reine Materialwert der Chipkarte vielleicht 50 Cent. Man habe es auch nicht gekündigt, sondern dem Arbeitgeber einfach nur zurückgegeben.

Das bestätigt auch Stoag-Sprecherin Sabine Müller. „Der Mitarbeiter erhält ein auf seinen Namen ausgestelltes Ticket“, das aber der Firma zugeordnet und mit ihr abgerechnet werde. Kündigen konnte sie es aber erst zum Ablauf des Dezembers, nicht schon Anfang Dezember.

Und die Erinnerung an die Rückgabe der Chipkarte war reine Formsache, ein automatisiertes Schreiben. Die eventuell anfallende Chipkartengebühr wäre mit ih­rem früheren Arbeitgeber verrechnet worden, so Sabine Müller.