Feuerwerk am Centro nach Brand des Irish Pub auf dem Prüfstand
09.01.2013 | 13:47 Uhr 2013-01-09T13:47:00+0100
Oberhausen. Nach dem Brand am Dach des Irish Pub wird in Oberhausen über Silvesterraketen auf der Promenade des Centro diskutiert. Gesetzlich ist Feuerwerk dort nicht verboten. Von Seiten des Einkaufszentrums steht noch eine Entscheidung aus. Ein Bericht und zwei Kommentare – pro und contra Feuerwerk.
Nach dem Brand des Reetdaches im „Irish Pub“, den in der Silvesternacht an der Promenade des Centro eine Feuerwerksrakete ausgelöst hat, häufen sich vielerorts die Fragen: Durften auf der Promenade des Einkaufszentrums die von Privatpersonen mitgebrachten Knaller überhaupt gezündet werden? Und: Sollte dieses Feuerwerk bei großen Ansammlungen von Menschen aus Gründen der Sicherheit nicht generell verhindert werden?
Hausordnung verbietet Knallen nicht
Dabei gilt zunächst: Die Promenade gehört zum Centro-Gelände und was dort im Bezug auf in Deutschland freigegebene Feuerwerkskörper erlaubt und nicht erlaubt ist, regelt die Hausordnung. Und in eben dieser, das bestätigte das Einkaufszentrum auf Nachfrage, ist das Knallen durch Privatpersonen in der Silvesternacht nicht verboten.
Wie es nach dem Brand mit dem mitgebrachten Feuerwerk für Privatpersonen weitergeht, ist völlig offen. Centro-Sprecher Jens Knetsch: „Die Frage kann zu diesem Zeitpunkt nicht entschieden werden.“
Knallköppe brauchen Verbote. Ein verantwortungsbewusstes Management muss nun handeln. Ein Verbot des ganzen Krachbumms auf dem Gelände wäre das richtige Signal.
Wider die Reglementierungswut: Ein generelles Verbot von Silvesterknallern auf der Promenade wäre ein klassischer Schuss über das Ziel hinaus.
Dass größere Menschenansammlungen kein automatisches Verbot für Feuerwerk hervorrufen, gibt die Stadt an. „Eine solche Verordnung gibt es nicht“, sagt Sprecher Ralf Terlau. „Die Promenade wird wie eine dicht besiedelte Bebauung behandelt.“ Soll heißen: Wie in einem Wohnviertel ist das Abfeuern von legalen Feuerwerkskörpern an Silvester per Gesetz nicht untersagt.
Vorgaben des Sprengstoffgesetzes
Bundesweit regelt das Sprengstoffgesetz mit Verordnungen das Abbrennen von Feuerwerk und hat kommunale Vorgaben vor vier Jahren abgelöst. Darin ist auch die Besonderheit eines nahe gelegenen Gebäudes mit Reetdach geregelt: Die Verordnung ist hier jedoch schwammig formuliert (wir berichteten), da der nötige Abstand zu diesen Häusern nicht genau anhand einer Meterzahl definiert ist. Es heißt nur, dass ein Abbrennen von Feuerwerkskörpern in „unmittelbarer Nähe“ der mit Reet abgedeckten Häusern verboten ist.
Die Polizei kann, so Sprecher Johannes Paus, bei einem Feuerwerk bei einer akut auftretenden Bedrohungslage einschreiten und dies dann untersagen. Vor Silvester mahnt die Feuerwehr regelmäßig zum verantwortungsvollen Umgang mit den Knallkörpern und warnt vor Verletzung- und Brandgefahren.
Am Centro endete der Dachbrand des Irish Pub in der Silvesternacht verhältnismäßig glimpflich. Rettungskräfte mussten zwei Personen aufgrund des Rauchs versorgen.
Wie es mit dem Gebäude weitergeht, steht noch nicht fest. Die Ermittlungen dauern an.
18:11
Ich würde sagen, die Frage ob im Centro Feuerwerk erlaubt sein soll oder nicht, hängt in erster Linie von der künftigen Bedachung des Gebäudes ab, in dem sich bisher der Irish Pub befand.
Ein leicht entflammbares Reetdach paßt jedenfalls nicht zu einer größeren Menschenmenge die Feuerwerkskörper abbrennt. Das hätte man allerdings mit einigermaßen gesundem Menschenverstand auch vorher wissen können...
Im Übrigen frage ich mich, was die Wortklauberei um den Sicherheitsabstand im Sprengstoffgesetz soll. "Unmittelbare Nähe" ist eine klare Ansage, nur eben nicht ausreichend. Offenbar setzt aber der gesunde Menschenverstand aus, wenn ein Gesetzestext Vorgaben macht - und seien sie noch so unlogisch...
16:38
"wird die Stadt endlich sparen oder die Bürger und Firmen weiter schröpfen" Auf neudeutsch ROFL. Wenn die Stadt spart spart sie immer auch am Bürger oder an den Firmen. Die Stadt ist eigentlich nur ein Verwaltungapparat, der mit dem Geld der Bürger die Stadt am laufen hält. Ich weiß nicht, was immer so gegen Steuern und Abgaben gehetzt wird. Die öffentliche Hand tut mehr für den Bürger als andersrum. Oder woher kommen die Schulden der öffentlichen Hand?
Die Schulden kommen etwa daher, dass sich die Stadt Paläste als Verwaltungsgebäude hält. In keinem Unternehmen haben Angestellte so riesige Büros, wie bei der Stadt Oberhausen. Im Rathaus Oberhausen gibt es so viel ungenutzte Flächen und Flächenverschwendung, dass man das Techn. Rathaus gar nicht bräuchte. Ansonsten kommen die Schulden durch Jahrzehntelanger Misswirtschaft. Anstatt die Stadt für Investoren attraktiv zu machen, durch steuerliche Anreize, werden sie verjagt, in dem man sie schröpft. Nebenher werden Flächen, wie das Stahlwerksgelände, verramscht, so dass man, falls doch mal ein Unternehmen hier ansiedeln will, völlig handlungsunfähig nichts mehr anbieten kann. Die Ausgaben steigen auch, weil man durch die Steuern- und Abgabenpolitik Menschen, die in Lohn und Brot stehen, ebenfalls verjagt. Übrig bleiben die, denen die Steuern egal sind, weil sie eh nichts zahlen, da sie arbeitslos sind. Milchmädchenrechnung der SPD.
Na, Sie scheinen sich ja bestens auszukennen im Rathaus als auch im Technischen Rathaus, was?
Wo sind diese Gebäude Paläste? Ich kann Ihnen gerne mal hier einige Büros zeigen (Techn. Rathaus), da würden Sie aber staunen, wie man hier so auf engstem Raum arbeiten muss. Das Bereichsleiter bzw. Dezernenten etwas größere Büros haben, ist wohl ganz normal. Das gibt es in der freien Wirtschaft genauso, dass die Chefs die angenehmsten Räume haben.
Welche ungenutzten Flächen gibt es denn? Wo sollten die Leute aus dem Technischen Rathaus untergebracht werden?
Mein Tipp: Als Blinder bitte nicht von der Farbe reden!!!!!!!!!!
15:01
Ein Feuer ist immer schlimm, allerdings hier kam es seit über 15 Jahren das erste Mal zu einem Brand an Silvester. Ich bin sicher, im übrigen Stadtgebiet brennen zu Silvester mehr Privatwohnungen und Häuser, als alle 15 Jahre mal ein haus. Dennoch wird Silvester nicht verboten. In Anbetracht der vielen Probleme, die die Stadt Oberhausen hat, angefangen vom Schuldenberg, über Marktstraße bis hin zu geschlossenen Jugendeinrichtungen, ist es doch sehr fragwürdig, mit welcher Energie sich die Redakteure der WAZ dem Thema des Brandes am Centro widmen und wie andere, wichtigere Angelegenheiten im Niemandsland verschwinden. Was ist mit der nächsten Schließungswelle auf der Marktstraße, was ist mit dem Kaufhof, wie geht es mit dem Stahlwerksgelände weiter, wird die Stadt endlich sparen oder die Bürger und Firmen weiter schröpfen etc. sind wohl weitaus wichtigere Themen, als Knaller zu Silvester am Centro.