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Familiengericht entscheidet am Dienstag

24.01.2010 | 17:17 Uhr

Im Fall des Jungen, der aus dem Unterricht geholt und ins Heim gebracht werden sollte, gibt es Dienstag wohl einen Beschluss. Es war zu erfahren, dass das Pflegekind jetzt bei einer Anhörung in Tränen ausgebrochen war und darum gebeten hatte, bei seiner Pflegemutter bleiben zu dürfen.

„Die Kinder sind froh, dass Max (Name geändert) hier ist, und Max ist froh, weiter bei uns bleiben zu dürfen.” Mit diesen Worten bündelte Schulleiterin Christel Ostermann ihren Eindruck vom psychischen Zustand des Neunjährigen, der vor knapp zwei Wochen von einer Sozialarbeiterin der Diakonie Mülheim sowie einem Vormund und Vertreter des Duisburger Jugendamtes während des laufenden Betriebs aus der Brüder-Grimm-Schule geholt und in ein Heim gebracht werden sollte (die NRZ berichtete).

Die völlig verschüchterte Pflegemutter Sieglinde L. wollte sich jetzt aus Angst, das Gericht und den Vormund zu verärgern, gegenüber dieser Zeitung kaum äußern. Immerhin war zu erfahren, dass ihr Pflegekind am vergangenen Dienstag bei einer Anhörung in Tränen ausgebrochen war und darum gebeten hatte, bei seiner Pflegemutter bleiben zu dürfen. Am Dienstag soll vor dem Familiengericht in Duisburg die Entscheidung fallen.

Zuvor war am vergangenen Freitag ein vom Duisburger Familiengericht eingesetzter Verfahrenspfleger in die Wohnung von Frau L. gekommen. Bei ihm fühlt sich die 59-Jährige offenbar verstanden, hier konnte sie nach eigenen Worten mal ihr Herz ausschütten.

Pflegemutter „fix und fertig”

Vertrauen zeigt die Dame auch in die Richterin. Selbst mit dem Vormund, den Max zunächst hatte, lief nach eigenen Worten alles glatt. Das änderte sich allerdings mit dem neuen Vormund. „Ich wusste, gar nicht, was ich für eine böse Frau bin”, erklärte die Pflegemutter, die derzeit „fix und fertig” ist. „Angeblich habe ich mit allen Streit.”

Das Jugendamt, so die Frau, würde sich nicht darum kümmern, wie es dem Jungen gehe, „sondern immer nur gegen mich schießen”.

Hannes Fritsche

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