Familie aus Oberhausen-Eisenheim durch Kohlenmonoxid vergiftet

Zwei Rettungshubschrauber brachten die Familie nach Düsseldorf, wo sie in der Druckkammer der Uni-Klinik (im Bild zu sehen) behandelt werden.
Zwei Rettungshubschrauber brachten die Familie nach Düsseldorf, wo sie in der Druckkammer der Uni-Klinik (im Bild zu sehen) behandelt werden.
Foto: WAZ FotoPool
Ein Kohleofen hat am Freitagvormittag einen größeren Feuerwehreinsatz in Oberhausen-Eisenheim ausgelöst. Eine dreiköpfige Familie erlitt eine Kohlenmonoxidvergiftung und musste in die Druckkammer der Düsseldorfer Uni-Klinik geflogen werden.

Oberhausen.. Eine dreiköpfige Familie aus Eisenheim musste am Freitagvormittag mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung in die Druckkammer der Uni-Klinik Düsseldorf geflogen werden. Weil den dreien plötzlich übel wurde und sie starke Kopfschmerzen bekamen, wählte die Familie gegen 10.37 Uhr noch selbst den Notruf, worauf sich Feuerwehr und Rettungsdienst auf den Weg nach Eisenheim machten.

Gefährliches Kohlenmonoxid zog durch die Wohnung

Der Rettungsdienst, welcher zuerst am Unglücksort eintraf, führte Vater (50), Mutter (49) und die 16-jährige Tochter ins Freie. Die anschließenden Messungen der Feuerwehr bestätigten dann den Verdacht. Die Geräte zeigten vom Keller bis ins Dachgeschoss überall erhöhte Kohlenmonoxid-Werte an. Die Abgase entstanden durch einen im Nachbargebäude betriebenen Kohleofen, dessen Abzug durch den Keller des betroffenen Hauses geführt ist.

Der Notarzt untersuchte die Familie auf eine Kohlenmonoxidvergiftung. Da auch diese Messwerte alarmierend waren, wurden zwei Rettungshubschrauber angefordert, die die Verletzten schnellstmöglich in die Uniklinik Düsseldorf flogen. Dort steht eine Druckkammer, in der Patienten mit solch einer Vergiftung behandelt werden.

Kamin zog wohl aufgrund des Wetters nicht richtig

Die Feuerwehr lüftete zum Abschluss das Haus und setzte den Ofen außer Betrieb, jedoch konnte auch der Bezirksschornsteinfeger später keine Fehler in der Heizungsanlage feststellen. Aufgrund der derzeitigen Wetterbedingungen zog der Kamin nicht richtig ab. Einen Anfangsverdacht für eine fahrlässige Körperverletzung sieht die Duisburger Staatsanwaltschaft deshalb nicht.