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Extremismus als vermeidbare Krankheit

26.11.2011 | 05:00 Uhr
Extremismus als vermeidbare Krankheit

Oberhausen. Wenn Ercan Telli, der Geschäftsführer des Integrationsrates , erklärt, dass es in Oberhausen ein starkes antifaschistisches Bündnis gibt, hat das etwas Beruhigendes. Wenn er dann noch die Gedenkhalle erwähnt, mit der gegen das Vergessen angekämpft wird, könnte man sogar sagen: Oberhausen ist gerüstet gegen Propaganda von der rechtsextremen Seite.

Aber Telli verlangt auch eine permanente Aufklärungsarbeit an Schulen gegen Rechtsextremismus. Damit liegt er völlig richtig. Genauso wie mit seiner Forderung nach einer guten Integrationspolitik für Migranten . Wobei die Idee der Integration vor dem Hintergrund der rechtsextremen Terroranschläge größer wird.

Nicht nur Migranten integrieren

Nicht nur Migranten müssen in die Gesellschaft integriert werden. Wenn, laut einer Studie des Bundeskriminalamtes (BKA), junge Leute, die sich extremen Gruppierungen anschließen, in der Regel aus kaputten Elternhäusern stammen und auf der Suche nach „Ersatzfamilien“ sind, muss Integration auch für sie groß geschrieben werden. Genauso wie Aufklärungsarbeit über Extremismus, ob nun aus der rechten, linken oder islamistischen Ecke. Denn auch das steht in der BKA-Studie: Es sei Zufall, welcher extremistischen Gruppierung sich Jugendliche anschließen. Vor diesem Hintergrund erscheint Extremismus wie eine vermeidbare Krankheit, Wissen als guter Impfstoff.

Andrea Micke

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Extremismus als vermeidbare Krankheit
Extremismus als vermeidbare Krankheit
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2011-11-26 05:00
Oberhausen, Migranten, Extremismus, Integrationsrat,Aufklärung
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