Ex-Vorstand angeklagt wegen Betrug
03.01.2013 | 19:02 Uhr 2013-01-03T19:02:00+0100
Oberhausen. Gegen den ehemaligen Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Oberhausen beginnt am kommenden Freitag, 11. Januar, 9.30 Uhr, der Prozess am Landgericht Duisburg. Klaus L. wird Untreue vorgeworfen. Er soll verantwortlich sein für einen Betrug in Millionenhöhe, bei dem über Jahre mit überhöhten Handwerkerrechnungen der Wohnungsgenossenschaft und ihren rund 6000 Mietern erheblich geschadet worden war.
In dem 2010 aufgeflogenen System hatten Handwerker, die in den Wohnungen der Genossenschaft Arbeiten erledigten, ihre Rechnungen nicht direkt bei ihr eingereicht, sondern bei einer zwischengeschalteten Abrechnungsfirma. Diese manipulierte offenbar die Rechnungen, forderte deutlich mehr Geld von der Genossenschaft und behielt den „Gewinn“ für sich.
Klaus L. hatte der Abrechnungsfirma offenbar den Auftrag zugeschustert, die Rechnungen der Genossenschaft zu bearbeiten. Mitbeschuldigter in dem Verfahren ist der damalige Geschäftsführer der Abrechnungsfirma. Klaus L. war 2010 von seinem Vorstands-Amt enthoben worden.
18:48
Auch ich kannte Herrn L. Er war immer höflich, hilfsbereit und zu vorkommend! Für ein nachgewiesenes Fehlverhalten muß er natürlich zur Rechenschaft gezogen werden.
Waren Sie Mieter?
Von Mietern kenne ich nämlich nur vergleichbare Einschätzungen wie von #1 und mir...
19:27
Ich hatte als ehemaliges Mitglied auch das "Vergnügen", Herrn "L." persönlich kennen zu lernen. Selten mit so einem überheblichen Menschen gesprochen, der dürfte wohl jetzt von seinem hohen Ross geholt werden.
Apropos Ross und Reiter. Warum denn jetzt nur noch Herr "L."?
In den verlinkten Berichten gibt es noch den vollen Namen und Bild...
19:21
Nun, als ehemaliges Mitglied der betroffenen Wohnungsgenossenschaft kannte ich diesen "Herrn" aus verschiedenen persönlichen Gesprächen. Ein abgehobener und blasierter Umgang war bei ihm leider an der Tagesordnung. Das er allerdings, neben seinem sicher nicht zu niedrigen Salär im Vorstand dieser Einrichtung, seine offensichtliche Geldgier auf diese Kriminelle Art und Weise befriedigte hat mich allerdings ein wenig überrascht. Möge er die ihm zustehende Bestrafung zum Nachdenken über den eigentlichen Sinn des Lebens nutzen.