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Strompreis

EVO-Strom wird ab Januar 2013 teurer

14.11.2012 | 06:00 Uhr
EVO-Strom wird ab Januar 2013 teurer
Fast 100 Euro im Jahr mehr zahlen muss ein Drei-Personen-Modellhaushalt ab 2013 für EVO-Strom.Foto: Dietmar Wäsche

Oberhausen.   RWE erhöht den Strompreis ab Januar 2013. Eine dreiköpfige Familie muss bei 10,54 Prozent knapp 100 Euro mehr im Jahr zahlen. Somit erhöht sich der Preis pro Kilowattstunde inklusive Zählergebühr auf 29,07 Cent.

Der halb zu RWE gehörende städtische Energieversorger EVO erhöht seinen Strompreis zum 1. Januar 2013 so stark wie noch nie zuvor in seiner Geschichte.

3500 Kilowattstunden

Ein Drei-Personen-Haushalt mit 3500 Kilowattstunden im Jahr (Grundversorgungstarif) muss 10,54 Prozent mehr bezahlen. Pro Monat macht das eine Mehrbelastung von 8,10 Euro aus, das sind fast 100 Euro im Jahr mehr. Die Kilowattstunde kostet inklusive Zählergebühr in diesem Fall statt bisher 26,30 Cent ab Januar 29,07 Cent. Der Modellhaushalt zahlt für den Strom künftig 1017 Euro im Jahr.

Arbeitsplatz-Abbau angekündigt

Trotzdem wird die EVO nach Darstellung des EVO-Vorstandes Hartmut Gieske in den nächsten fünf Jahren weniger Gewinne machen als früher: Statt zwölf bis 14 Millionen Euro nach Steuern werden es nur noch elf Millionen Euro sein - die Stadt als 50-prozentige-Anteilseigner muss Einbußen bei der Ausschüttung hinnehmen.

Selbst die elf Millionen auf einen Jahresumsatz von 230 Millionen Euro (Umsatzrendite: 4,8 Prozent) sind nach Angaben von Gieske angesichts des harten Wettbewerbs nur erreichbar, wenn die EVO Kosten reduziert: 36 von 434 Jobs werden sozialverträglich abgebaut.

"Wir können nur ein Drittel des Strompreises beeinflussen."

Denn die drastische Preiserhöhung um 2,77 Cent pro Kilowattstunde steckt sich, so versichert Gieske, nicht die EVO ein. Sondern sie beruhe auf den starken Anstieg staatlicher Steuern, Abgaben und Umlagen, der 2,7 Cent von 2012 auf 2013 ausmache. Hinzu kämen die Netzentgelte. „Wir können nur ein Drittel des Strompreises beeinflussen“, beteuert Gieske. 19 Prozent machten die Netzentgelte aus, über 50 Prozent Staatsabgaben, darunter die Förderung von Solar- und Windkraftenergie.

Trotz Erhöhung günstige Tarife

Warum profitieren EVO-Kunden nicht wenigstens von den an der Leipziger Strombörse in diesem Jahr so deutlich gesunkenen Strompreisen? Vertriebsleiter Arnd Mucke verweist auf die starken Schwankungen an der Strombörse und auf langfristige Einkaufsverträge. „Nur einen kleinen Teil unserer Strommengen kaufen wir kurzfristig ein - insgesamt wirkt sich der Preisvorteil auf die Kilowattstunde nur gering aus.“ 20 Prozent des Strom erzeugt die EVO selbst, 15 Prozent werden über die Chemiefabrik Oxea und die Müllverbrennungsanlage GMVA erzielt, immerhin 65 Prozent werden von außerhalb eingekauft.

Im unteren Mittelfeld

Trotz der Preiserhöhung sieht sich die EVO mit ihren Tarifen immer noch im günstigeren unteren Mittelfeld aller Stromanbieter. Andere Stadtwerke würden um bis zu 19 Prozent erhöhen.

Peter Szymaniak


Kommentare
11.07.2013
22:15
EVO-Strom wird ab Januar 2013 teurer
von grauen | #10



Die Energieversorgung gehört wieder in die Hand des Staates. Seit dem dieser sich aus der Energieversorgung zurückgezogen hat und diese dem freien Markt zur Verfügung gestellt hat, wird der Verbraucher gemolken wie eine Kuh.
Damals die Argumentation der freie Markt reguliert den Preis zu Gunsten des Verbrauchers, war wohl reine "Verarschung". Hier war die Politik einmal wieder sehr naiv, wie so oft.

14.11.2012
16:17
EVO-Strom wird ab Januar 2013 teurer
von Westmeiderich1902 | #9

#8 Ding Dong sonst alles fit bei Ihnen. Wer zwingt Sie eigentlich Kunde bei der EVO zu sein........

1 Antwort
EVO-Strom wird ab Januar 2013 teurer
von dcarleitermann | #9-1

Niemanden. Darum wird die EVO , in der jetzigen Form, auch bald der Vergangenheit angehören.

14.11.2012
15:27
EVO-Strom wird ab Januar 2013 teurer
von anfang4711 | #8

Man sollte mal die Privatfahrten mit EVO Fahrzeugen einstellen. Umzüge ect.

14.11.2012
13:44
EVO-Strom wird ab Januar 2013 teurer
von dsnero | #7

Es wird Zeit, dass wir die Schuldenbremse um eine Strom+Wärmepreis-Bremse ergänzen:
Die Kosten für Strom und Wärme dürfen nicht stärker steigen als die Bezüge der gesetzlichen Rentner.
Die sind die Referenz für die "Schwächsten" Glieder im Wirtschaftskreislauf - was darüber liegt führt auf Dauer zu sozialem Chaos.
Und wir haben schon 10 (oder 20?) Jahre hinter uns, in denen das massiv auseinander läuft.

14.11.2012
12:05
EVO-Strom wird ab Januar 2013 teurer
von knud001 | #6

Zum Glück kann man ja bei Gas und Strom den Anbieter wechseln. Habe ich schon gemacht. Geht ganz einfach, sogar online, z.B. über Verivox.de.
Bei Grundsteuer, Abwasser, Müllabfuhr und Straßenreinigung ist man ja leider den Oberhausener Abzockern mit Ihrer Wegelagerer-Mentalität schutzlos ausgeliefert.

14.11.2012
10:18
EVO-Strom um 10,5 Prozent teurer
von hey52 | #5

Wären die Menschen doch nicht soooo träge.....es ist doch nichts einfacher,als den Anbieter zu wechseln.Zeigt den unfähigen Typen wie Gieske und Co. doch einfach mal,wo die Gießkanne den Griff hat.

1 Antwort
EVO-Strom wird ab Januar 2013 teurer
von ld2007 | #5-1

Natürlich kann man den Anbieter wechseln, habe ich vor zwei Jahren auch getan. Aber schützt das vor Preissteigerungen? Der damals so günstige Konkurrent hat seine Preise für 2013 schon vor der EVO erhöht und wenn ich mich nicht verrechne, sogar noch ein oder zwei Prozent mehr. Insofern ist das nun wirklich kein Oberhausener Problem...

14.11.2012
09:27
EVO-Strom um 10,5 Prozent teurer
von Eckball | #4

Nun ist die Katze aus dem Sack.
Strom in OB: + 10,5%
Gas + 13,5%
Wann hört die Verdummung an den Verbraucher des Herrn Gieske auf? Die Erhöhungs
sätze ist eine Zumutung sondergleichen.
Sieht so ein DIENSTLEISTER der Stadt aus?
Ich werde meinen 15 MIETERN anhalten - der EVO zu kündigen!!

Herr Gieske: Wann treten Sie zurück?

Mit freundlichen Grüssen

2 Antworten
EVO-Strom um 10,5 Prozent teurer
von MrMobil | #4-1

Herr Gieske und die kommunale Politik kann und muss reagieren. Sie sollten den Rücktritt der Bundesregierung fordern, die die Energiewende verschlafen hat, Jahrzehnte der Atomlobby die Subventionen hinterhergeworfen hat und nun ganz plötzlich vor einem Scherbenhaufen steht. Und die Reaktion? Sie befreit immer mehr Unternehmen, sich an den Kosten zu beteiligen. Nach aktuellen Zahlen würde die s.g. EEG Umlage lediglich 0,6€cent pro KWh betragen. Also: Kritik bitte nach Berlin!

EVO-Strom wird ab Januar 2013 teurer
von dcarleitermann | #4-2

Nach Meinung von Mr. Mobil hat die Stadtverwaltung und die Mehrheitsfraktionen Rot/Grün die Berechtigung weiterhin unser Geld über Gebühr aus dem Fenster zu werfen. Natrlich muss die Stadtverwaltung reagieren. Doch sie muss uns Oberhausenern auch Rede und Antwort stehen. Wo ist den die Stellungnahme von Herrn OB WEhling oder den Fraktionsvorsitzenden der SPD und Grünen?Konnte bisher nichts lesen. Doch Stellungsnahmen von denen gibt es. Aber nicht zu den Gebühren- und Strompreiserhöhungen. Aber Menschen angreifen die rechtzeitig Probleme erkennen ist deren Stil. Das letzte Beispiel ist die Verharmlosung der Einbrüche in Oberhausen durch die SPD. Heute, drei Monate später sieht diese Bandenkriminalität noch schlimmer aus als wir es uns vorstellten.

14.11.2012
08:27
EVO-Strom um 10,5 Prozent teurer
von bellis100 | #3

Seit 69 Jahren ist Oberhausen meine Heimatstadt, aber sie wird mir allmählich zum Greuel.

14.11.2012
07:27
EVO-Strom um 10,5 Prozent teurer
von Sonderbar | #2

Gott sei Dank haben wir die Möglichkeit uns einen alternativen und günstigeren Anbieter zu suchen:
Oberhausen - die Stadt nimmt ihre Bürger in den Würgegriff. Wie einfach es ist die Last der verfehlten Haushaltspoltik auf den Bürger abzuladen. Es ist die Lizenz zum Geld drucken.
Hemmungslos und ohne ein Verantwortungsgefühl zu haben schraubt man wie ein Krake an allen Geldschrauben. Doch es wird nicht besser. Fade Ausreden, dass man daran keine Schuld habe. Wo bleibt das kaufmännische Feingefühl marktgerecht zu handeln, z. Bsp beim Einkauf von Strom und Gas. Sparkasse 20 Millionen versenkt, Müllgebührenberechnung fehlerhaft und und und... Wenn man jetzt noch die mehr als üppigen Gehälter der Chefs von OGM, WBO und wie sie alle heissen nimmt. Null Ehre - Null Haftung! Warum auch. Man sitzt fest im Sattel. Wie die Made im Speck. Wie in einem Selbstbedienungsladen.

1 Antwort
EVO-Strom um 10,5 Prozent teurer
von Ruhrius | #2-1

Ich bin voll Ihrer Meinung.

14.11.2012
07:22
EVO-Strom um 10,5 Prozent teurer
von dcarleitermann | #1

Wir Bürger und Bürgerinnen werden von der Stadtverwaltung und den Mehrheitsfraktionen Rot/Grün ausgepresst wie eine Zitrone. Ob die städtischen Gebühren, den Strompreisen der Stadttochter EVO, den Schwimmbadpreisen von der OGM oder Angebote wie der öffentliche Nahverkehr werden massiv eingespart. Nur Einsparungen erkenne ich seitens der Stadtverwaltung überhaupt nicht. Das was bisher bekannt wurde sind doch nur Alibis. Die Häufigkeiten der städtischen Tochtergesellschaften und deren Geschäftsführer spricht doch Bände über den Sparwillen unserer Stadtverwaltung und den Fraktionen Rot/Grün. Ich als Bürger fühle mich betrogen. Derzeit beziehe ich schon mein Strom von einem anderen Anbieter (ebenfalls Stadtwerke)!

1 Antwort
EVO-Strom um 10,5 Prozent teurer
von MrMobil | #1-1

Wer hält Sie denn in Oberhausen?? Betrogende und Reisende sollte man nicht aufhalten!

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