EVO steht unter Druck

Die Energiewende setzt den Oberhausener Versorger EVO unter Druck: Die Gewinne der zu 50 Prozent der Stadt und dem Energieriesen RWE gehörenden EVO sinken. Mit dem Verkauf von Strom und Netzentgelten lässt sich immer weniger Geld machen, zugleich buhlen immer mehr Wettbewerber um die Gunst der Strom- und Gas-Kunden.

Hartmut Gieske, kaufmännischer EVO-Vorstand, prognostiziert, dass bei unveränderter Politik bisherige Erlöse von rund elf Millionen Euro bis 2020 fast halbiert werden. Das hat seiner Ansicht nach gravierende Folgen für die Stadt und ihre Bürger: noch größere Finanzlöcher für den Kämmerer, weniger Sponsorengelder für Sport, Schulen und Kultur.

So wie der EVO geht es praktisch allen Stadtwerken im Ruhrgebiet. Vor allem Energieversorger mit Beteiligungen an konventionellen Kraftwerken haben es schwer, weil umweltfreundlicher Strom subventioniert wird, hingegen klimabelastende Kohle- und Gaskraftwerke vielfach Verluste schreiben. Es drohen betriebsbedingte Kündigungen.

So weit ist es bei der EVO nicht. Zu der Möglichkeit von betriebsbedingten Kündigungen äußert sich Gieske zwar nicht, sagt aber: „Die Schmerzgrenze ist erreicht.“ In den vergangenen zehn Jahren sei das Personal um rund ein Drittel abgebaut worden. Mehr sei nicht möglich.

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