Erster Tag der Schulmusik im Schloss Oberhausen

Hat nach eineinhalb Jahren Unterricht beim Tag der Schulmusik schon auf der Bühne gestanden: die Bläserklasse 6b des Elsa-Brändström-Gymnasiums.Foto:Kerstin Bögeholz
Hat nach eineinhalb Jahren Unterricht beim Tag der Schulmusik schon auf der Bühne gestanden: die Bläserklasse 6b des Elsa-Brändström-Gymnasiums.Foto:Kerstin Bögeholz
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Was wir bereits wissen
Beim ersten Tag der Schulmusik im Innenhof von Schloss Oberhausen präsentieren neun Ensembles ein Spektrum von Blasmusik bis Jazz. Zum Schluss wurde es lauter.

Oberhausen.. Jahrzehntelang hat die Schulmusik ein Schattendasein gefristet. Erst vor ein paar Jahren wurde die Bedeutung musisch-künstlerischer Bildung wiederentdeckt. Seitdem gibt es eine wachsende Anzahl von Musik-Ensembles auch an Oberhausener Schulen. Das fiel Oberbürgermeister Klaus Wehling (SPD) bei seinen Besuchen an Schulen auf. Von ihm stammt die Anregung, einen Tag der Schulmusik ins Leben zu rufen. Beim ersten seiner Art präsentierten sich Samstag im Hof von Schloss Oberhausen Gruppen von neun Schulen.

Den Auftakt machte der von Flötenspiel begleitete große Chor der Concordiaschule, der Grundschule an der Alleestraße. Heftiger Regen vertrieb dann aber einen Teil der anfangs zahlreichen Zuhörer. Dafür fanden sich immer wieder neue Hochzeitsgesellschaften im Schlosshof ein, für die es diesmal Live-Musik gab. Das musikalische Spektrum reichte von Blasmusik über Klassik und Jazz bis zum Rock.

Musik schult das Gehör

Mit zum Aufschwung der Schulmusik haben Projekte wie „JeKi - Jedem Kind ein Instrument“ und die Bläserklassen an den weiterführenden Schulen beigetragen. „Das Hinhören, das Erfassen der feinen Töne, es schult das Gehör nicht nur im musikalischen Sinne“, sagte dazu Volker Buchloh, der Leiter der städtischen Musikschule. Er hat die Idee des OB umgesetzt.

So eine Bläserklasse leitet Brigitte Hegmanns am Elsa-Brändström-Gymnasium. Ihre Sechstklässler brachten unter anderem Musical-Melodien zu Gehör. Seit zehn Jahren gibt es Bläserklassen an dieser Schule. „Musizieren fördert die Konzentration“, erklärte die Musiklehrerin. Das damit verbundene Gemeinschaftserlebnis verlange das Einhalten von Regeln. Und ganz nebenbei werde damit die Vielfalt der Musik bewahrt.

Trommel-Ensemble des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs

Klaus Wehling war zufrieden mit dem ersten Tag der Schulmusik. Fast bis zum letzten Auftritt gehörte er zu den Zuhörern. „Wenn man etwas anstößt, muss man sich auch dafür interessieren, was daraus geworden ist“, sagte er. Besonders eindrucksvoll fand der Oberbürgermeister das Trommel-Ensemble „KäKombo“ des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs. Schüler mit Zuwanderungsgeschichte spielten auf afrikanischen Rhythmusinstrumenten. „Das zeigt, dass Musik ein Stück weit zur Integration beitragen kann“, bilanzierte Wehling.

Zum Ende der Veranstaltung, an der rund 200 Musiker teilgenommen haben, wurde es lauter: Rock-Musiker übernahmen das Kommando auf der Bühne. Den letzten Auftritt des Tages hatte die Musikschul-Band „Public Undercover“.