Erkältungswelle erreicht Oberhausen

Hatschi! Auch in Oberhausen sind viele Mitbürger erkrankt.
Hatschi! Auch in Oberhausen sind viele Mitbürger erkrankt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Bei der Stoag müssen Verwaltungsmitarbeiter auf den Busfahrersitz umsatteln. Die WBO berichtet von erhöhtem Krankenstand. 25 Prozent weniger Blutspender.

Oberhausen.. Vom Bürostuhl auf den Fahrersitz: Die aktuell grassierende Erkältungs- und Grippewelle zwingt die Stadtwerke Oberhausen GmbH (Stoag) dazu, Mitarbeiter aus der Verwaltung und der Werkstatt abzuziehen – sie werden am Steuer der Busse des Nahverkehrsunternehmens benötigt. „Unser wichtigstes Ziel ist es, dass unsere Busse pünktlich fahren und es zu keinen Ausfällen kommt“, betont Pressesprecherin Sabine Müller auf NRZ-Anfrage. Darum werden diejenigen Beschäftigten aus anderen Abteilungen, die über einen Busführerschein verfügen, nun mit im Linienbetrieb eingesetzt. „Mit dem erhöhten Einsatz aller halten wir unseren Fahrplan aufrecht“, so Müller.

Lenk- und Ruhezeiten eingehalten

Um zu gewährleisten, dass es keine krankheitsbedingten Ausfälle gibt, werden zudem Überstunden durch Fahrdienstmitarbeiter geleistet. Die Stoag versichert jedoch, Lenk- und Ruhezeiten einzuhalten. „Bei über vierhundert Mitarbeitern macht sich der krankheitsbedingte Ausfall nicht so bemerkbar wie bei kleineren Betrieben“, erklärt Sprecherin Müller. „Die Anzahl der Kranken verändert sich täglich, einige sind genesen, andere werden jetzt erst krank.“

Auch bei der Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH (WBO) liegt derzeit der Krankenstand über dem Jahresschnitt. „Es sind mehr Kollegen als üblich krank“, berichtet Unternehmenssprecherin An-drea Rupprath. „Die Müllabfuhr wird dadurch jedoch nicht beeinträchtigt“, versichert sie.

Die Stadtverwaltung wird ebenfalls nicht verschont. „Es lässt sich vor Ende des Monats nicht in Zahlen ausdrücken, aber der Eindruck der Personalabteilung ist eindeutig: deutlich mehr Mitarbeiter als normal sind derzeit krank“, heißt es von Stadtsprecher Uwe Spee.

Besonders deutlich hat der Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unter den Auswirkungen der Grippewelle zu leiden: Die Zahl der Spendewilligen ging in den vergangenen Tagen im Vergleich zu den Vorjahren um 25 Prozent zurück. „Auch die ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfern der örtlichen DRK-Gemeinschaften werden von den Grippeauswirkungen nicht verschont“, heißt es in einer Mitteilung des Dienstes, der für Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland zuständig ist. Um mögliche Engpässe auszuschließen, bittet das Deutsche Rote Kreuz alle gesunden Menschen ab 18 Jahren sich an Blutspendeaktionen zu beteiligen.