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„Er war eine Seele von Mensch“

24.01.2015 | 00:11 Uhr

Völlig unerwartet ist am Donnerstagmorgen Helmut Stoltenberg im Alter von 73 Jahren verstorben. Der Alstadener arbeitete seit den 1970er Jahren bis 2004 als Redakteur in der WAZ-Lokalredaktion Oberhausen. Nicht nur unter den ehemaligen Kollegen löste die traurige Nachricht tiefes Bedauern aus.

Seine beruflichen Weggefährten beschreiben Helmut Stoltenberg – von allen nach seinem Kürzel unter den Artikeln „hesto“ genannt – als einen Lokaljournalisten vom alten Schlag, als urigen Typen. Der im wahrsten Sinne des Wortes „Hinz und Kunz“ im Viertel und jeden in der Stadt kannte. Der einfach gute Kontakte hatte, was bei seiner Arbeit für die Lokalredaktion von größtem Nutzen war.

Und wie jeder gute Lokaljournalist hatte Helmut Stoltenberg kein spezielles Ressort, sondern beackerte alle Themen, die im Lokalen anfallen. „Er hatte das Ohr am Puls der Leute“, sagt Kollegin Astrid Knümann über „hesto“. Fotograf Tom Thöne, der lange Jahre mit ihm zusammenarbeitete, beschreibt ebenfalls dieses Talent, das Stoltenberg auszeichnete: „Er war nah dran an Volkes Seele.“ Was sich in seinen Artikeln wiederfand. Vielen Lesern werden auch seine Glossen um „Heinrich und Mimi“ in Erinnerung geblieben sein, die regelmäßig im Lokalteil erschienen.

Nach seiner Bundeswehrzeit, im Alter von 25 Jahren, verschlug es Helmut Stoltenberg von der Nordseeküste ins Ruhrgebiet. Geboren und aufgewachsen war „hesto“ in Dithmarschen, dem nordfriesisch-herben und platten Landstrich um Heide und Büsum herum. Zeit seines Lebens hatte er Sehnsucht nach dem Meer, die er in vielen Reisen, besonders in seinem Ruhestand ab 2004, stillte. Seinen beruflichen Werdegang startete Helmut Stoltenberg bei den Zeitungstiteln „Ruhrwacht“, „Neue Ruhr Zeitung“ und „Rheinische Post“, bis er bei der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ in Oberhausen sesshaft wurde.

„Hilfsbereit“, „humorvoll“, „eine Seele von Mensch“ – diese Worte fallen, wenn man Weggefährten nach „hesto“ fragt. Er war auch im Oberhausener Karneval (AOK) aktiv und regelmäßig auf dem Fahrrad im Viertel unterwegs. Nach Auskunft der Familie sollen die sterblichen Überreste eingeäschert und die Urne wahrscheinlich am Samstag, 31. Januar, auf dem städtischen Friedhof Alstaden beigesetzt werden. Helmut Stoltenberg hinterlässt Ehefrau, Tochter und Schwiegersohn.

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„Er war eine Seele von Mensch“
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2015-01-24 00:11
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