Emschergenossenschaft schickt Experten nach Südamerika

Der Emscherumbau im Oberhausener Norden ist im vollen Gange – ein Mammutprojekt, für das die Emschergenossenschaft selbst im entfernten Südamerika viel Anerkennung erhält. Denn nun reiste ein deutscher Experte nach Kolumbien, um dort über den Umbau zu berichten.

Die Emschergenossenschaft gräbt derzeit einen über 70 Kilometer lange neuen Kanal zwischen Dortmund und Dinslaken, über den bald unterirdisch jenes Abwasser ableitet wird, das derzeit noch in die Emscher fliest. Eine gewaltiges Vorhaben, von dem Kolumbien lernen will – oder muss. Denn nach einem Urteil des dortigen Verwaltungsgerichts muss der Staat den bislang wie die Emscher als Schmutzwasserlauf missbrauchten Rio Bogota vom Abwasser befreien und umgestalten.

Über seine Erfahrung berichtete Experte Eberhard Holtmeier im kolumbianischen Bogota vor Vertretern des Umweltministeriums und der lokalen Medien. Holtmeier arbeitet seit Mitte der 90er Jahre bei der Emschergenossenschaft.

Sein Erfahrungsbericht sei mit besonderem Interesse aufgenommen worden, heißt es aus der Emschergenossenachft. Der Umstand, dass man in Südamerika von den hiesigen Erfahrungen profitieren möchte, „fassen wir nicht ohne Stolz alschönes Kompliment auf“.