Eltern solidarisieren sich mit den Erzieherinnen

Die 18 städtischen Kitas hatten gestern erneut geschlossen. Der Grund: 180 Mitarbeiter im Sozial- und Erziehungsdienst der Stadt Oberhausen waren dem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt.

Zum Beginn der Streikversammlung im DGB-Haus gedachten die Teilnehmer mit einer Schweigeminute der Opfer und Hinterbliebenen des Flugzeugabsturzes. Danach folgte ein Protestmarsch zum Vorplatz des Hauptbahnhofs.

Unterstützung fanden die Streikenden durch Eltern, die auf der Kundgebung sprachen und über 100 Unterschriften als Unterstützung für die Forderungen der Erzieherinnen nach einer höheren Eingruppierung übergaben. Matthias Leipert, Vorsitzender des Jugendamtselternbeirats, solidarisierte sich – wie bereits beim ersten Warnstreik am vergangenen Montag, erneut mit einem Grußwort.

NächsterVerhandlungstag am 9. April

Monika Reuschenbach, Vorsitzende der Fachkommission Kita bei Verdi, konstatiert: „Mit der Streikbeteiligung zeigen die Kollegen und Kolleginnen sehr deutlich, dass die Zeit der leeren Versprechungen vorbei sind. Sie erwarten Taten und verbindliche Regelungen für eine verbesserte und angemessene Eingruppierung.“ Gleiches gelte für die städtischen Sozialarbeiter. Verdi-Geschäftsführerin Henrike Greven hofft, dass sich dieses Signal positiv auf die anstehenden Tarifverhandlungen am 9. April auswirken werde. Die Streikbereitschaft sei da.