EKO hofft auf Hausärzte

Das Evangelische Krankenhaus EKO lobt die neue Antibiotika-Resistenzstrategie der Bundesregierung. Da vor allem der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin für die Zunahme an gefährlichen multiresistenten Keimen verantwortlich ist, fordert das EKO aber härtere Regeln als geplant. „Der Plan spricht nur von stärkerer Überwachung. Das alleine ist nicht ausreichend“, sagt der stellv. Ärztliche EKO-Direktor Dr. Thomas Rieger. „Nur strikte Vorgaben werden den Antibiotika-Verbrauch sinnvoll reduzieren.“

In vielen Krankenhäusern sei ein reduzierter Antibiotika-Einsatz Alltag, so würden im EKO Dosierung und Anwendungsdauer von Antibiotika strikt reglementiert. Für Arztpraxen existiere eine vergleichbare Regelung dagegen nicht. „Dort aber werden 80 Prozent aller Antibiotika-Rezepte ausgestellt“, gibt Rieger an.

Gut findet der zuständige Hygienearzt im EKO die Absicht der Bundesregierung, künftig die Hausärzte Patienten im Vorfeld geplanter Krankenhausaufenthalte auf multiresistente Keime untersuchen zu lassen. Das entlaste Kliniken und Patienten.