„Eisbrecher“ stellt in Oberhausen neue CD vor

Eine starke Show versprechen „Eisbrecher“ für das Konzert am 14. März in der Turbinenhalle.
Eine starke Show versprechen „Eisbrecher“ für das Konzert am 14. März in der Turbinenhalle.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Gitarrist und Hauptkomponist Noel Pix stellt im Gespräch mit André de Vos die neue CD „Schock“ von „Eisbrecher“ vor.

Oberhausen.. Die deutschsprachige Band „Eisbrecher“ stellt am Samstag, 14. März, in der „Turbinenhalle“ ihre neue CD „Schock“ vor. Wie die Platte entstanden ist, erzählt Gitarrist und Hauptkomponist Noel Pix in einem Gespräch mit André de Vos.

Warum habt ihr euch bei dieser Platte drei Jahre Zeit gelassen? Ist euer Budget bei einer Major-Plattenfirma so groß, dass es nicht drauf ankommt?

Noel Pix: Ja, natürlich ist es schön, für die Arbeit, die man da macht, bezahlt zu werden. Aber selbst wenn wir noch bei einer Independent-Firma wären, hätten wir drei statt zwei Jahre daran gearbeitet. Dieses Mal haben wir gesagt: Platte Nr. 6, das wird nicht einfacher. Ein bisschen mehr Zeit lassen. Und nachdem die letzte Platte eigentlich ganz gut funktioniert hatte – wir waren auch viel unterwegs –, wollten wir mal zur Ruhe kommen. Und dann kommt hoffentlich noch etwas Besseres dabei herum (lacht).

Entwickelst Du die Lieder erst einmal ganz alleine in deinem Studio?

Noel Pix: Ja, ich habe mich wirklich erst ins Studio gesetzt, als ich Lust dazu hatte. Man muss aufpassen, dass man nicht ausbrennt, wenn man schon viel Material veröffentlicht hat. Mit unserer „Megaherz“-Vorläufer-Geschichte sind es schon acht Alben. Weil ich viel live unterwegs war, hatte ich auch wieder Lust auf Geräte, Knöpfchen und drei Monate Einsamkeit.

Du gehst mit eurem Sänger Alexx dann die Klanglandschaften durch – und da fällt ihm dann was zu ein?

Noel Pix: Man arbeitet ja schon lange zusammen, weiß, wie der andere funktioniert, und das macht es schon ein bisschen einfacher. Vielleicht habe ich auch schon die Idee für die Vocals oder eine Zeile für den Text, und das ist die Ausgangsbasis, die aber nicht fix ist. Und da geht man drüber und arbeitet zusammen, bis man sagt, das hat jetzt Hand und Fuß.

Aber Alexx macht hauptsächlich die Texte?

Noel Pix: Genau! Und das ist auch immer klar. Man hat so ein gewisses Gefühl dazu, und das ergibt ungefähr eine Textzeile. Wobei es schwierig bis fast unmöglich geworden ist, zu einer Tonfolge einen Text zu finden, der noch nicht auf Deutsch erzählt worden ist. Also dieses „Ich-bringe-Text-und-Melodie-zueinander“, das dauert lange, wenn man sich nicht wiederholen will oder das Liedgut anderer Menschen nutzt.

Zumindest gibt es auf „Schock“ einige originelle Ideen und Redewendungen?

Noel Pix: Absolut! Textlich ist die Platte auch wirklich gelungen, und, hey, es ist auf dieser Welt schon alles und auch schon wirklich gut gesagt worden. Aber es ist am Ende auch schön, wenn man sich die Platte anhört, und es sind ein paar Sachen dabei, die man vorher so noch nicht gehört hat oder einem die Redewendung in dem Kontext etwas Neues gibt. „Schlachtbank“ ist zum Beispiel eine Ballade mit einem Text, den man so nicht erwartet hätte, wenn man diesen Titel liest.

Ihr blickt schon auf eine längere Karriere zurück. Seht ihr noch Entwicklungspotenzial?

Noel Pix: Wir können uns jetzt nicht beschweren. Wir sind jetzt nicht die Band, die mit einer Scheibe auf den Olymp gestiegen ist und dann wieder weg war, sondern das war ein längerer Prozess. Und wir haben noch nicht alles gesagt. Den einen oder anderen Song will ich noch schreiben. Und das haben wir jetzt auch mit dieser Platte getan. Wenn wir das Gefühl haben, wir sind durch, dann bin ich der Erste, der sagt, lassen wir es.