Einen heilsamen Umgang miteinander üben

1 Die Evangelische Kirche ruft seit mehr als 30 Jahren zu Fastenaktionen auf. Dieses Mal lautet das Thema „Du bist schön – sieben Wochen ohne Runtermachen“. Das soll die Menschen ermutigen, das Unverwechselbare im Anderen und in sich selbst wertzuschätzen. Wie bewerten Sie die diesjährige Aktion?

Ich finde das positiv, unter anderem weil die Teilnahme daran freiwillig ist. Und ich halte es für wichtig, dass die, die dabei mitmachen, ihre oft unbewussten Verhaltensweisen anderen und sich selbst gegenüber hinterfragen und kritisch beobachten, wo und wie sie sich und andere verletzten. Es ist ein Weg zu einem heilsameren Umgang mit sich selbst und den Mitmenschen. Und den halte ich für sehr wichtig; ich bin beispielsweise ein großer Freund höflicher Umgangsformen. Auch die gehören dazu.

2 Gibt es in Oberhausen spezielle Angebote zu dieser Aktion, die ja noch bis zum Ostersonntag, 5. April, geht?

Das ist die Sache jeder einzelnen Gemeinde, ob sie besondere Veranstaltungen plant.

3 Wie beurteilen Sie die Nachhaltigkeit einer solchen Fastenaktion? Kann so etwas langfristig wirklich etwas verändern?

Ich denke ja, besonders natürlich bei denjenigen, die daran teilnehmen. Wer einmal damit begonnen hat, seine eigenen Verhaltensweisen kritisch zu hinterfragen und vielleicht auch zu verändern, der hört ja damit nicht nach sieben Wochen wieder auf.