„Eine Sommernacht“ in der Oberhausener Theaterbar

Mit Impressionen aus Edinburgh sind die Wände der Bar des Theaters bereits geschmückt, wo Nina de la Parra „Die Sommernacht“ in Szene setzt.
Mit Impressionen aus Edinburgh sind die Wände der Bar des Theaters bereits geschmückt, wo Nina de la Parra „Die Sommernacht“ in Szene setzt.
Foto: Ulla Emig/ FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zuschauer reisen in die schottische Hauptstadt. Regisseurin Nina de la Parra setzt die Begegnung zweier höchst unterschiedlicher Personen in Szene.

Oberhausen.. Endlich mal wieder eine Inszenierung, die speziell für die Theater-Bar erschaffen wird: Regisseurin Nina de la Parra setzt dort „Eine Sommernacht“ in Szene, eine von David Greig und Gordon McIntyre erfundene humorvolle und zugleich berührende Geschichte, die – passend zum Ambiente – in einer Weinkneipe in Edinburgh beginnt. Premiere ist am Donnerstag, 5. Februar, um 20 Uhr.

Der Zuschauer sitzt mitten im Geschehen an Tischen und darf während der Aufführung sogar etwas trinken. Ein Theater-Erlebnis, wie es dort, wo „Eine Sommernacht“ spielt, häufig in Kneipen und Bars geboten wird. Die Regisseurin weiß das, hat sie doch vier Jahre in Edinburgh gelebt, studiert und Stücke an verschiedenen Orten inszeniert. „Eine Sommernacht“ ist ihr erstes Werk im Auftrag einer städtischen Bühne. „Alle Schauplätze, die vorkommen, gibt es wirklich.“ Wer mag, kann das nachprüfen, denn Nina de la Parra hat die Bar-Wände mit gerahmten Fotos der schottischen Hauptstadt geschmückt.

Den Raum Bar „in aller Kraft und Schönheit herrichten“ wird Jutta Bornemann, verantwortlich für Bühne und Kostüme.

Die Begegnung gescheiterter Existenzen

Ein Jazz-Trio, Tim Bücher (Gitarre), Karl Degenhardt (Schlagzeug), Moritz Götzen (Bass), alle Studenten der Folkwang-Jazzabteilung, wird eine ebenso wichtige Rolle spielen die beiden Schauspieler im Stück. „Drei Musiker, die gut eingespielt sind und komplett den Sound wechseln können.“

In der Bar begegnen sich die erfolgreiche Scheidungsanwältin Helen (Susanne Burkhard) und der Kleinkriminelle Bob (Klaus Zwick). Helen wartet bei teurem Sauvignon Blanc auf einen Lover, doch der lässt das Date per SMS platzen. Ein einsamer Abend steht ihr wohl bevor. Bob hingegen wartet – ebenfalls vergeblich – auf die Schlüssel zu einem gestohlenen Wagen. Viel Alkohol sei Dank, kommt man sich näher.

„Beide sind auf andere Weise gescheiterte Existenzen“, sagt die Regisseurin, „und wir erzählen die seltsame Geschichte ihrer Begegnung.“ Die mache Mut, „sich einfach einmal die Unverschämtheit heraus zu nehmen, etwas zu tun, von dem man nie glaubte, man würde es wagen.“