Eine lange Leitung für Borbeck
15.05.2011 | 17:40 Uhr 2011-05-15T17:40:00+0200
Oberhausen.Die Stadt lässt Borbeck/Dellwig im Dunkeln sitzen, behauptet CDU-Stadtverordneter Wilhelm Hausmann. Die Versorgung des Stadtteils mit moderner Telekommunikation sei jetzt an einem Baukostenzuschuss von 14 000 Euro gescheitert.
„Das ist richtig“, bestätigt Martin Berger. Der Stadtsprecher betont aber auch: „Wir hatten keine andere Wahl, wir durften den Zuschuss nicht zahlen.“
Denn die Erneuerung der Telekommunikationsleitungen gehöre nicht - wie etwa die Straßen- oder Brückensanierung - zur Pflichtaufgabe der Kommune. „Dabei handelt es sich um eine freiwillige Leistung und die ist nicht drin, weil wir unter Haushaltssperre stehen“, wirbt Berger für Verständnis.
Wenn die Verwaltung bei dieser Haltung bleibe, seien die vielen tausend Euro, die die Leerrohre in der Ripshorster Brücke gekostet hätten, in den Sand gesetzt worden, weil sie dann wirklich leer blieben, hält Hausmann dagegen. „Es gibt Stadtteile, die aufgrund ihrer Lage einen höheren Aufwand an Infrastruktur erfordern“, so Hausmann weiter. Und dazu gehöre Borbeck/Dellwig.
Der CDU-Stadtverordnete erinnert an „die halbe Ewigkeit“, die schon ins Land gegangen sei, bis die Ripshorster Brücke als Hauptverbindungsachse von Alt-Oberhausen und Essen erneuert worden sei. Hausmann meint: „Weil der Oberbürgermeister erst einmal den Konflikt mit dem Essener Amtsbruder suchte.“ Über fünf Jahre mussten die Borbecker/Dellwiger auf ihre Verbindung zwischen Oberhausen und Essen warten. Die Ripshorster Brücke wurde erst am 29. April 2009 wieder freigegeben. Die CDU hatte damals unter anderem einen „nicht nachvollziehbaren fast zweijährigen Stillstand bemängelt“.
Vorwürfe, die Berger zurückweist. „Die Brücke lag auf Essener Stadtgebiet, damit hatten wir rechtlich gesehen gar keine Möglichkeit, sofort zu handeln.“ Oberbürgermeister Wehling habe ein Gebietsänderungsverfahren eingeleitet, um den Dellwigern helfen zu können.
Nachdem der Rat dem Änderungsverfahren zugestimmt hatte, habe erst noch die Bezirksregierung grünes Licht geben müssen. „So etwas dauert eben“, weiß Stadtsprecher Berger.
Gleich nachdem die völlig marode Brücke amtlich gesehen zu Oberhausen gehört habe, habe die Stadt die Sanierung eingeleitet. Im April 2009 sei die Brücke wieder eröffnet worden.
Damit entfielen für 3500 Borbecker/Dellwiger kilometerlange Umwege. „Die gesamte Maßnahme kostete 4,6 Mio Euro, davon leistete Oberhausen einen Eigenanteil von 150 000 Euro“, so Berger.

11:10
Endlich ! Es muss etwas passieren !
Wir surfen hier seit Jahren mit etwa 1 Mbit rum !
14.000€ sollten doch aufbringbar sein!