Eine Hauptschule in Oberhausen verabschiedet sich

Die Hauptschule Eisenheim besteht aus diesem Neubau und einem historischen Gebäudeteil.
Die Hauptschule Eisenheim besteht aus diesem Neubau und einem historischen Gebäudeteil.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
In Eisenheim steht das Aus für diese Schulform kurz bevor. Die Schulgemeinde lädt am 30. Mai zu einem Abschlussfest ein.

Oberhausen.. Seit über 120 Jahren werden in dem Gebäude an der Erikastraße in Osterfeld Kinder und Jugendliche unterrichtet. Was die Schulform Hauptschule angeht, ist das am 26. Juni 2015 endgültig vorbei, dann schließt die Hauptschule Eisenheim ihre Pforten.

Seit dem Schuljahr 2012/13 nimmt die Schule bereits keine neuen Fünftklässler mehr auf, das hatte die lokale Politik im Oktober 2011 so entschieden. Im Sommer 2012 folgte der Ratsbeschluss, auch die verbliebenen drei Hauptschulen – Alstaden, St. Michael und Albert-Schweitzer – auslaufen zu lassen (sie schließen zu einem späteren Zeitpunkt als Eisenheim). Es fehlen die notwendigen Mindest-Schülerzahlen, es fehlen die Anmeldungen, lautete die Begründung für das Aus dieser Schulform in Oberhausen.

Dependance für Kollwitz-Kolleg?

150 Schüler besuchen derzeit noch die Hauptschule Eisenheim, es gibt hier drei Internationale Vorbereitungsklassen, zwei achte Klassen, eine neunte Klasse und zwei zehnte Klassen. Letztere gehen regulär mit ihrem Abschlusszeugnis zum Ende dieses Schuljahres von der Schule ab, die aktuellen Achter und die jetzige Neunte müssen nach den Sommerferien an die Albert-Schweitzer-Hauptschule an der Elpenbachstraße wechseln, ihre Klassenlehrer gehen vermutlich mit. Der neue Unterrichtsort für die Vorbereitungsklassen steht noch nicht fest.

Die 16 Lehrer, die jetzt noch in Eisenheim unterrichten, bewerben sich an anderen Schulen – in Oberhausen oder anderswo. Vor Ort arbeiten auch noch eine Sekretärin und Hausmeisterin Anette Hansmeier, „sie werden umverteilt“, so ein Stadtsprecher. „Die Schule ist gut in Schuss“, sagt Konrektor Norbert Becker, „wir haben tolle Fachräume“. Was mit dem Gebäude, mit dem Mobiliar künftig geschieht, ist derzeit noch unklar, „die Folgenutzung wird geprüft“, erklärt ein Sprecher der Stadt, „möglicherweise wird der Standort eine Dependance des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs, aber das ist noch nicht in trockenen Tüchern“.

Trotz aller Wehmut lädt die Schule am Samstag, 30. Mai, von 14 bis 18 Uhr zu einem Abschiedsfest ein. Ehemalige, Schüler und Lehrer, Nachbarn und Familien sind eingeladen. „Es geht darum, sich an die schönen Zeiten zu erinnern und stolz zu sein auf die erbrachten Leistungen“, sagt Norbert Becker. Beim Fest gibt’s Live-Musik und Musik vom DJ, Schulführungen und Kulinarisches.