„Eine Aufwertung für Oberhausen-Alstaden“

In Höhe der Eisenbahnbrücke könnte am Rehmer ein S-Bahn-Haltepunkt  für eine bessere ÖPNV-Anbindung sorgen.
In Höhe der Eisenbahnbrücke könnte am Rehmer ein S-Bahn-Haltepunkt für eine bessere ÖPNV-Anbindung sorgen.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
CDU sieht immer noch gute Realisierungschancen für einen S-Bahn-Haltepunkt am Rehmer. Die Stadt müsse sich dafür allerdings mehr ins Zeug legen.

Oberhausen.. Trotz anderslautender Einschätzungen von Verwaltung und Fahrgastverband Pro Bahn bleibt die CDU dabei: Am Rehmer, in Höhe der Eisenbahnbrücke, lasse sich für Alstaden – guten Willen und mehr Engagement seitens der Stadt vorausgesetzt – sehr wohl zeitnah ein Haltepunkt für die S-Bahnlinien S 2 und S 3 finanzieren. Profitieren könnten davon rund 10.000 Haushalte, weit mehr als im Umkreis vieler anderer Haltepunkte – und die jährliche finanzielle Belastung der Stadt sei von der Größenordnung vergleichbar mit der Einsetzung eines zusätzlichen Nachtbusses. Das erklärte Oberhausens CDU-Vorsitzender Wilhelm Hausmann, der im Landtag Mitglied des Ausschusses für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr ist, am Rande der CDU-Klausurtagung im Westerwald.

„In allen Nachbarstädten besser“

„In Oberhausen gibt’s einfach zu wenige Zusteigemöglichkeiten. Die Bahnen fahren kilometerlang durch dicht besiedeltes Gebiet – und die Anwohner haben keinen Nutzen davon. Das ist in allen Nachbarstädten besser“, sagt Hausmann und nennt als Beispiel die S3, die in Oberhausen nur am Hauptbahnhof halte, allein in Mülheim aber mit Styrum, MH-West und dem Hauptbahnhof drei Stationen habe. Würde am Rehmer eine Zusteigemöglichkeit realisiert,würde das die Anbindung und Auslastung der Linie verbessern, was auch im Interesse von VRR und Bahn liege: „Der CDU-Vorsitzende im VRR, Frank Heidenreich, hat uns Unterstützung dafür signalisiert und auch von der Bahn haben wir positive Signale.“

Würde den Wohnwert erhöhen

„Das wäre eine unglaubliche Aufwertung für den Wohnort Alstaden. Wenn man über einen dortigen Haltepunkt eine Anbindung an weitere Linien und Städte bekäme, würde das den Wohnwert für viele erhöhen und hätte auch für den Rest der Stadt positive Auswirkungen“, ist Hans-Josef Tscharke, stellvertretender Vorsitzender des CDU-Ortsvereins Alstaden, überzeugt. „Viele würden zu Fuß oder mit dem Rad zur Haltestation fahren und so das Park-and-Ride am Hauptbahnhof entlasten. Und für die Stoag wäre durch die Schaffung des zusätzlichen Haltepunkts eine Optimierung ihres Liniennetzes möglich. „Wir kritisieren, dass Grüne und SPD immer tönen, den Nahverkehr nach vorn bringen zu wollen, aber in dieser Sache das echte Engagement vermissen lassen und eher versuchen, den Vorstoß totzurechnen, statt das Ganze als Chance für die Stadtentwicklung zu sehen“, so Hausmann.