Einblicke in die Welt der kleinsten Teilchen

Auf eine mit dem Lineal gezogene Linie von einem Millimeter Länge passen eine Million Nanoteilchen. Das sind die Größenordnungen, mit denen sich die Nanotechnologie, die Wissenschaft von den winzig kleinen Teilchen und Strukturen, befasst. Weil sich in diesem Bereich vielfältige neue Berufsfelder auftun, kommt der Nano-Truck des Bundesforschungsministeriums in der kommenden Woche zum Bertha-von-Suttner-Gymnasium. Auch Oberhausener Bürger sind eingeladen, sich dort zu informieren.

Am Montag, 9. Februar, und Dienstag, 10. Februar, steht der doppelstöckige Wissenschafts-Brummi auf dem Schulhof an der Bismarckstraße 53. Den Schülern bietet er bei Workshops und geführten Ausstellungsrundgängen eine Ergänzung zum naturwissenschaftlichen Unterricht. Und er bietet ihnen die Gelegenheit, selbst „Hand an die Nanotechnologie“ zu legen. So können Schulklassen mit einfachen Hilfsmitteln wie Hibiskusblütentee, Bleistiftgraphit und speziellen Nano-Glasplättchen voll funktionstüchtige Farbstoffsolarzellen bauen. Oder sie lernen, wie man nanometerdünne Schichten selbst herstellen kann, um damit organische Leuchtdioden zu betreiben. Und sie erhalten von Experten aus der Region Informationen, welche Bildungseinrichtungen und Unternehmen sich mit diesen Themen befassen.

Interessierte Bürger sind am Montag, 9. November, von 16.30 bis 18 Uhr zur „Offenen Tür“ eingeladen. Der Eintritt ist auch für sie frei. Auch sie können dann die auf zwei Ebenen gezeigte multimediale Ausstellung besuchen. Sie können mit dem Rasterelektronenmikroskop, dem Werkzeug der Nanoforscher, selbst Einblicke in die Nanowelt nehmen. Welche besonderen Eigenschaften und verblüffenden Effekte Nanomaterialien aufweisen können, beantworten ihnen dabei selbst bedienbare Ausstellungsstücke und anschauliche Ex­perimente.