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Saporoshjeplatz

Ein Platz mit ganz eigenem Profil

06.08.2012 | 13:37 Uhr
Ein Platz mit ganz eigenem Profil
Passt gut ins Konzept: ein kleiner Trödel mit antiquarischen Büchern, wie es ihn im vergangenen Jahr am Familientag zur Eröffnung des Bert Brecht Hauses gab. Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Als „Vorgarten“ von Bibliothek und Volkshochschule soll der Saporoshjeplatz vor allem Veranstaltungen von kultureller Qualität Raum bieten. Wir unterhielten uns mit dem Leiter des Kulturbüros Volker Buchloh, der federführend an der Konzeption mitwirkt.

Vergangenen Mittwoch wurde er für rund 900 Filmfans zum Kinosaal unter freiem Himmel, am übernächsten Wochenende soll er zum Schauplatz eines „Weißen Dinners“ werden, bei dem hoffentlich viele ganz in Weiß gekleidete Menschen ein Picknick unter freiem Himmel zelebrieren. Der Saporoshjeplatz , früher von den meisten höchstens als Transitstrecke auf dem Weg zu Bibliothek , VHS oder Kaufhof genutzt, hat sich seit der Umgestaltung zu einem Ort gemausert, an dem es sich angenehm verweilen lässt. Als „Vorgarten“ der Bildungs- und Kultureinrichtungen Volkshochschule und Zentralbibliothek soll er dementsprechend ein ganz eigenes Profil erhalten, Veranstaltungen von kultureller Qualität Platz bieten. Die NRZ sprach darüber mit Kulturbüroleiter Volker Buchloh, der federführend an der Konzeption mitwirkt.

Flexible Möglichkeiten

„Dass am Mittwochabend rund 900 Leute den Platz zu ihrem Wohnzimmer gemacht haben, war wunderbar“, sagt er in Erinnerung an den Kinoabend: „Es muss aber gar nicht immer so sein. Wir zielen nicht unbedingt auf ein Massenpublikum, auch kleinere Dinge sollen dort zum Zug kommen.“ Das könne genauso gut ein Schachturnier, eine Lesung oder ein Nachbarschaftsfest sein. Der große Vorteil des Platzes sei seine flexible Nutzbarkeit: Bühnen ließen sich an unterschiedlichen Stellen platzieren, genauso wie Tische, Stühle,Bänke oder Stände. „Das Ganze lebt aber davon, dass wir als Stadt einen Raum stiften und organisatorische Unterstützung bieten. Alle Oberhausener, insbesondere die Institutionen aus dem Quartier wie Gemeinden, Schulen, Künstlergruppen und Vereine sind eingeladen, den Platz mit entsprechenden Veranstaltungen zu beleben: Wir als Kulturbüro leisten gerne Hilfestellung, wenn’s um Fragen wie Sondernutzungerlaubnis, Toiletten, Gema-Gebühren oder Sicherheitskonzepte geht.“

Saporoshje-Platz

Buchloh lädt ausdrücklich alle Interessierten ein, an der Profilbildung des Platzes mitzuwirken. Eine bislang etwa 20-köpfige Gruppe mit dem Arbeitstitel Quartier-Kreativ-Rat trifft sich etwa alle acht Wochen zum Austausch. Dazu gehören Vertreter der Kultureinrichtungen, Einzelhändler, Gastronomen, Stadtteilpolitiker, Kreative und jeder, der Interesse hat, mitzugestalten. Kontakt: 825-22 95.

Das ist noch in diesem Jahr auf dem Platz geplant

Nach dem Tag der Chormusik Ende Juni, der Musik-Sommernacht im Juli und dem Open-Air-Kino in der vergangenen Woche steht noch einiges weitere auf dem Plan. Nächste größere Veranstaltung wird das „Weiße Dinner “ am 18. August, am Tag darauf laden die Grünen zum Stadtteilfest. Bei der Oberhausener Kulturnacht „Schlaflos“ am 24. August ist der „Sapo-Platz“ auch dabei.

Im September wird der Platz in den Medientag der Bibliothek einbezogen (8. September), am Tag drauf wird er Schauplatz eines Boule-Turniers, am 29. September werden Teile des „Blaulicht-Tags“ auf dem Saporoshjeplatz stattfinden. Den Abschluss des Veranstaltungsjahrs wird ein Tannenbaum-Singen im Dezember bilden.

Steiniger Weg

 

Martina Nattermann

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