Ein Million Euro für Kitas

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Gut 60 der 80 Oberhausener Kindergärten werden nicht von der Stadt betrieben, sondern von freien Trägern: Den Kirchen, der Awo, den Elterninitiativen. Deren jahrelanges Klagen, sie könnten ihren gesetzlichen, zwischen vier und 20 Prozent liegenden Eigenanteil an den Betriebskosten nur schlecht aufbringen, scheint in Oberhausen nun Erfolg zu haben. Weil das Kinderbetreuungsgesetz Kibiz der rot-grünen Landesregierung die steigenden Kita-Lohnkosten angeblich nur mangelhaft berücksichtigt, will die Stadt künftig übergangsweise bis 2017 die Hälfte des Kita-Eigenanteils für die freien Träger übernehmen. Mögliche Kosten: Bis zu 1,3 Millionen Euro im Jahr. „Die Finanznöte der Kitas sind realistisch, erst 2017 soll das Kibiz finanziell besser ausgestattet werden“, sagt Tsalastras – und beschreibt seine Zwangslage. „Wenn die Stadt die Kitas übernehmen müsste, käme das viel teurer.“

SPD-Fraktionsvize Kirsten Oberste-Kleinbeck meint: „Das ist gut angelegtes Geld. Je länger Kinder aus schwierigen Familien die Kitas besuchen, desto eher kann man Defizite ausgleichen.“