Ein Glas Sekt als Neujahrsgruß vom Kino-Café

Das WAZ-Kino-Café bietet den Kinofans Gelegenheit, einen Arthausfilm nicht nur auf der großen Leinwand zu erleben, sondern auch eine fachkundige Einführung zum Film und seinen Darstellern zu bekommen und darüber diskutieren zu können.

Den Auftakt der ersten Filmstaffel 2015 ließen sich am Neujahrstag im Lichtburg-Filmpalast an der Elsässer Straße gleich 150 Besucher nicht entgehen. Sie verfolgten im großen Kinosaal die ergreifende Geschichte der Liebe zwischen der Kunststudentin Jane und dem witzigen, aber etwas weltabgewandten Stephen Hawking, dem heute berühmten Astrophysiker.

„Die Entdeckung der Unendlichkeit“ ist der Titel des 2014 in den USA gedrehten zweistündigen Spielfilms. Bevor er in der Lichtburg über die Leinwand flimmerte, wurde für die Besucher nicht nur Kaffee und Kuchen gereicht, sondern auch ein Glas Sekt als Neujahrsgruß.

Dann gab Lichtburg-Kinoleiterin Petra Rockenfeller den Gästen eine kurze Einführung. „Hauptdarsteller Eddie Redmayne wird schon als Oscar-Kandidat gehandelt.“ Der Film zeige, wie sich eine intelligente junge Frau über die Konventionen im England der 60er Jahre hinwegsetze und einen humorvollen Freidenker, für den es nur eine ernste Sache gebe: seine Wissenschaft. Daran ändere sich auch nichts, als Stephen die schwere Nervenkrankheit ALS an den Rollstuhl bindet und ihm sogar die Sprache nimmt.

„Viele Zuschauer kamen mit ein paar Tränen raus. Es ist ein sehr emotionaler Film“, sagte Rockenfeller später. Zumal das Paar am Ende getrennte Wege gehe.

Bis zum Juni zeigt das WAZ-Kino-Café noch fünf weitere ausgewählte Filme, immer am ersten Donnerstag eines Monats um 11.30 Uhr. Am 5. Februar wird der Film „Guten Tag, Ramón“ gezeigt, die Geschichte der Freundschaft zwischen einem jungen mexikanischen Zuwanderer und einer Rentnerin. Ramón lebt in einer mexikanischen Kleinstadt, aus der er ausbrechen will. Bereits fünf Mal hat er erfolglos versucht, die Grenze zu den USA zu überqueren. Doch er gibt nicht auf und weigert sich, in seiner Heimat eine Verbrecherlaufbahn einzuschlagen. Stattdessen entscheidet er sich, in Deutschland nach der Tante eines Freundes zu suchen, aber er findet sie nicht. Überrascht vom kalten deutschen Winter, lebt er auf der Straße, bis er die Rentnerin Ruth trifft, die ihn unterstützt.