Ein Fuchs und mehr für die Waldschule Oberhausen

Lothar Unglaub hat die neuen Container bemalt, die die Waldschule der Kreisjägerschaft beheimaten.
Lothar Unglaub hat die neuen Container bemalt, die die Waldschule der Kreisjägerschaft beheimaten.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der gelernte Bau- und Bühnenmaler Lothar Unglaub verzierte den Container der Waldschule der Kreisjägerschaft .

Oberhausen.. Dieser Fuchs behält den Besucher genau im Blick. Aufmerksam steckt er seinen Kopf zwischen dem Grün des Waldes hervor und läuft auch dann nicht weg, als sich der neugierige Spaziergänger unaufhörlich nähert. Dieser Fuchs will ihn vielmehr begrüßen: Denn das realistische Bildnis des Waldbewohners ziert die neuen Container, die zur Waldschule der Kreisjägerschaft gehören.

Eine ganze Waldlandschaft hat Lothar Unglaub mit geübtem Pinselstrich auf die Außenwände der vormals matschig-braunen Container gemalt, in denen Kinder und Jugendliche allerlei Wissenswertes über den Wald und dort lebende Tiere erfahren. Vier Tage hat der 80-Jährige an dem 15 Quadratmeter großen Bild gearbeitet, das seitdem Hunderte Besucher bestaunt haben. „Mich haben viele Leute angerufen und sogar gefragt, ob ich nicht auch Hausfassaden verschönern könnte“, erzählt der Senior.

Er blieb stets der Malerei verbunden

Am Können würde das nicht scheitern, immerhin ist Unglaub gelernter Bau- und Bühnenmaler. Im Berlin der 50er Jahre hat er sein Handwerk gelernt, es drei Jahre lang in der Schweiz perfektioniert. Im Ruhrgebiet arbeitete Unglaub bald für eine Kesselbau-Firma, gestaltete Werbeprodukte und Messestände. Und obwohl der Liricher vor 30 Jahren umschulen musste und fortan als Bauleiter arbeiten sollte, blieb er der Malerei stets verbunden: „Als ich mit 63 Jahren in Rente gegangen bin, habe ich wieder angefangen zu malen.“ Und das sprach sich rum – auch unter den Jägern, zu deren Kreis Lothar Unglaub gehört.

Die neuen Waldschul-Container zu bemalen, das war für ihn eine Ehrensache. „Ich finde es wichtig, dass den Kindern die Natur näher gebracht wird. Sie sollten wissen, was ein Kaninchen ist, wie wilde Tiere leben und dass man sie nicht stören sollte.“ 2014 haben rund 500 Schüler sie besucht.