E-Zigaretten-Shop "Dampflounge" in Oberhausen eröffnet
19.01.2012 | 17:29 Uhr 2012-01-19T17:29:00+0100
Oberhausen. Sie heißen „Zauberrauch“, „Volldampf“ oder „Lifetime Smoking“ und sie werden immer mehr: Fachgeschäfte, die sich auf den Verkauf elektrischer Zigaretten und deren Zubehör spezialisiert haben. In Duisburg gibt es mittlerweile 13 solcher Shops, in Dortmund zehn, in Bochum neun. Auch Oberhausen ist seit wenigen Tagen nicht mehr Dampfstellen-frei. Die „Dampf-Lounge“ eröffnete an der Weseler Straße 146 in Sterkrade.
Sie heißen „Zauberrauch“, „Volldampf“ oder „Lifetime Smoking“ und sie werden immer mehr: Fachgeschäfte, die sich auf den Verkauf elektrischer Zigaretten und deren Zubehör spezialisiert haben. In Duisburg gibt es mittlerweile 13 solcher Shops, in Dortmund zehn, in Bochum neun. Auch Oberhausen ist seit wenigen Tagen nicht mehr Dampfstellen-frei. Die „Dampf-Lounge“ eröffnete an der Weseler Straße 146 in Sterkrade.
„Ausprobiert und umgestiegen“ ist Marco Wolf (29), einer der beiden Geschäftsführer der Lounge, „vor vier bis fünf Monaten“. Seither hat er keine normale Zigarette mehr angerührt. Selbst seine Mutter hat er überzeugt. „Sie dampft auch.“ Einzelhandelskaufmann hat er gelernt, verkaufen will er „nur etwas, wovon ich überzeugt bin“.
Gut gefüllte Lounge
Geschäftspartner Michael Künzel (27) wurde vom Skeptiker zum Fan: „Irgendwann betrat ich ein Geschäft, wurde beraten und gefangen.“ Auch er hat nach dem Umstieg auf die dampfende Elektrische nie wieder eine Qualmende geraucht. Nun haben die beiden Dampfer die neue Leidenschaft zum Geschäftsmodell gemacht. Daran, dass die E-Zigarette weiter boomen wird, haben die jungen Herren keinen Zweifel.
Sie haben einen Geschäfts-Plan erstellt, den Gründerzuschuss beantragt und bewilligt bekommen und sich auf die Suche nach einem geeigneten Ladenlokal gemacht. Die bei der Eröffnungsfeier mit Dampfern gut gefüllte Lounge schürt ihre Hoffnung, aufs richtige Pferd gesetzt zu haben.
„Erst testen, dann kaufen“, ist ihr Motto. Zwar werden sie demnächst auch ins Online-Geschäft einsteigen - Künzel ist Fachinformatiker -, jedoch sei die persönliche Beratung der Kunden Trumpf des Ladenverkaufs. „Hier können Sie alles ausprobieren und testen.“ So könnten sich Einsteiger Fehler ersparen.
Nicht zum Abgewöhnen
Aber: „Wir wollen niemanden Nikotin-abhängig machen und dass es gesund sei, zu dampfen, behaupten wir nicht. Wir sind nur davon überzeugt, dass E-Rauchen eine Alternative ist, Nikotin aufzunehmen - ohne Teer, gelbe Zähne und Tapeten, ohne Belästigung der Nichtraucher“, betont Marco Wolf. Den Dampf vergleicht er mit Disco-Nebel - unbedenklich.
Trotzdem akzeptiert Wolf Einschränkungen auch für E-Raucher : „Wenn der Hausherr es nicht erlaubt, ist das für mich in Ordnung, im Restaurant, in der Bahn, in der Kneipe. Allerdings macht Kollege Michael Künzel darauf aufmerksam, dass es Fluggesellschaften gibt, die auf Fernflügen E-Zigaretten an nikotinabhängige Fluggäste verteilen.
„Wir plädieren dafür, dass alles transparent ist“, so Wolf. „Wir sind für Warnhinweise, für den kindersicheren Verschluss der Liquid-Flaschen und gegen den Verkauf an Kunden unter 18 Jahren. Aber eine normale Zigarette muss der Raucher schließlich auch nicht in der Apotheke kaufen. Und wir behaupten nicht, dass die E-Zigarette geeignet sei, sich das Rauchen abzugewöhnen“, fügt er mit Blick auf den Kampf von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) gegen die wachsende Dampfgemeinde hinzu.
Ein Dampfer-Set passt ins Brillenetui mit je zwei E-Zigaretten, Mundstücken, Ladegerät und Liquid-Fläschchen. Griffbereit und dampffertig tragbar ist die E-Zigarette aber auch - ähnlich wie eine Lesebrille - am flotten Schlüsselband um den Hals.

20:33
http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/muelheim-essen-und-oberhausen-gehen-gegen-e-zigaretten-vor-id6290676.html
Wie gesagt, Geschäftsgründung "für die Katz"... :)
Nur traurig, dass es dafür offensichtlich Fördergelder gab!
14:05
.... und ich kann lesen.
Zitat: "Lesen im engeren Sinn bedeutet, schriftlich niedergelegte, sprachlich formulierte Gedanken aufzunehmen und zu verstehen" und "nur verstandene Wörter oder Sätze können sinnvoll abgeschrieben werden".
Fakt ist: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil (Zitat)
13:16
Danke für den ausgewogenen Artikel.
Ich habe jetzt 40 Jahre geraucht und meine Lunge konnte ich schon pfeifen hören. Etliche Versuche mit dieser Sucht auf zuhören sind gescheitert. Ich dampfe jetzt seit 10 Wochen nur noch und das Pfeifen ist weg. Mehr Luft und Lebensqualität. Am Anfang habe ich so das eine oder andere Mal wieder zu der normalen Zigarette gegriffen, weil die Sucht doch sehr groß ist. Die letzen Male hatte ich so 10-15 Minuten Kreilaufprobleme und hatte ein Schwindelgefühl. Das kenne ich vom Dampfen nicht. Ich packe keine Zigaretten mehr an.
Da ich eine Zigarrette, die weit aus schädlicher ist überall kaufen kann, möchte ich mich vom Staat jetzt nicht bevormunden und wieder kränker machen lassen.
Die Dampfer schaffen das Dampfen jetzt schon seit Jahren alleine, ohne nennswerte Vorkommnisse. Der Staat will mit verdienen und das tut er ja schon 19% Mehrwertsteuer. Reicht.
Überprüfen kann man die Liquids auch so, dafür müssen die nicht in Apotheken stehen.
Und sollten die Shops, die wirklich gute Beratung und einen großen Zeitaufwand leisten schließen müssen.
Dann gehe ich alte Frau, die nicht einmal Punkte in Flensburg hat oder sonstiges.
Das erste Mal in meinem Leben auf eine Demo.
Ich wünsche den Beiden alles Gute für die Zukunft.
Und die Politiker sollten mal wieder Menschen werden!!!
00:49
Ich beschränke mich heute mal auf das hier:
*Daumen drück*
:-)
17:53
Fakten und viel Aufklärung werden noch notwendig sein, wenn schon in Kommentaren so etwas zu lesen ist
"Fakt ist nur, dass die Nikotin-Liquids definitiv nicht frei verkäuflich sind, da sie definitiv derzeit unter das Arzneimittelgesetz fallen."
"..strafrechtliche Verfolgung nach Urteilsverkündung des europ. Gerichtshofes..."
Bildung steht jedem frei.., aber:
LEUTE INFORMIERT EUCH!
Viele Fakten und Links gibt es hier -
http://files.homepagemodules.de/b518637/f209t32762p424136n2.pdf
15:26
"Fakt ist nur, dass die Nikotin-Liquids definitiv nicht frei verkäuflich sind, da sie definitiv derzeit unter das Arzneimittelgesetz fallen."
Natürlich sind sie frei verkäuflich, Sie können doch in den Laden gehen. Sie reden immer von Fakten, allein die Quellen bleiben Sie uns schuldig. Fakt ist, dass die Liquids nicht als Funktionsarzneimittel eingestuft werden können. Das zeigt auch die ständige Rechtsprechung. Nur weil Frau Steffens es gerne so hätte, ist es lange noch nicht "Fakt". Die Ministerin macht es sich mit ihrem Runderlass einfach und überträgt die rechtliche Prüfung auf die nachgeordneten Behörden. Die Erfolgsaussichten der Klagen sind äußerst schlecht. Es gibt derzeit keine rechtliche Grundlage für ein Verbot. Es kann nicht angehen, daß vom NRW Gesundheitsministerium rechtliche Schritte der nachgeordneten Behörden provoziert werden, die keine Aussicht auf Erfolg haben. Als ob die Städte nicht schon klamm genug wären. Zudem werden die Existenzen der Händler gefährdet, da die Leute durch diesen Erlass und die lancierte Kampagne zunehmend verunsichert werden und von einem Umstieg auf die E-Zigarette eventuell abstand nehmen.
Aber wie bereits gesagt, was weiß schon ein Prof. Voit, Professor für Bürgerliches Recht und Zivilverfahrensrecht am Institut für Verfahrensrecht und Sprecher der Forschungsstelle für Pharmarecht an der Philipps-Universität Marburg. Sie haben bestimmt mehr Ahnung, davon bin ich überzeugt.
14:47
Auch wenn der Verkauf derzeit quasi noch "geduldet" wird, muss sich jeder Verkäufer auf strafrechtliche Verfolgung nach Urteilsverkündung des europ. Gerichtshofes einstellen. Von daher sollte jeder, der die Anschaffung einer e-Zigarette in Erwägung zieht, dieses Urteil abwarten. Ansonsten ist das Geld einfach aus dem Fenster geschmissen. Fakt.
14:44
Ob die Einschätzung vertretbar ist oder nicht kann jeder für sich selbst entscheiden.
Fakt ist nur, dass die Nikotin-Liquids definitiv nicht frei verkäuflich sind, da sie definitiv derzeit unter das Arzneimittelgesetz fallen. Da kann auch ein Prof. nicht widersprechen.
13:15
Die Einschätzung von Frau Steffens ist eben nicht vertretbar. Würde man ihrer Argumentation folgen, düfrten wir demnächst in der Apotheke tanken. Auch unsere Haushaltsreiniger und unser Haarspray dürfte nur noch in der Apotheke vertrieben werden.
Aber wer ist schon Prof. Voit.
13:06
Die Meinung eines Einzelnen (Link von #2) ist nicht allgemeinverbindlich.
Fakt ist, dass der Verkauf derzeit strafrechtlich brisant ist. Auf kommunaler Ebene sind - noch - die Amtsapotheker im Rahmen der Gewerbeaufsicht zuständig, daher ist die Ahndung aufgrund personeller Möglichkeiten im Bereich des Gewerberechts schwierig.
Weiterhin wird noch ein Urteil auf europäischer Ebene abgewartet bei dem jedoch eine Bestätigung der Haltung des NRW Gesundheitsministeriums erwartet wird. Danach müssen die Betreiber solcher zwielichtigen Shops sich auf strafrechtliche Verfolgung bei Verkauf dieser Nikotin-Liquids einstellen. Auch das ist Fakt. Von daher auch die vernünftige Warnung vor Neugründungen von Seiten der Ministerin.