Drei Sichtweisen, eine Ausstellung

Drei Künstler, drei Sichtweisen, eine gemeinsame Präsentation im großen Raum: Eine neue Ausstellung mit Arbeiten von Irene Blume (Malerei), Nora Schattauer (Malerei) und Peter Witucki (Objekte) eröffnet der Verein für aktuelle Kunst/Ruhrgebiet am Sonntag, 19. April, um 11.30 Uhr in der Kunsthalle im Zentrum Altenberg, Hansastraße 20. Die Künstler werden anwesend sein und mit den Gästen der Vernissage über ihre Arbeiten sprechen.

Prozesse werden in Gang gesetzt

„Ich bringe eine andere Idee und eine andere Materialität in die Bilder als in die mit klassischen Pigmenten gemalten Arbeiten. Mich interessieren Materialien, die eine eigene Potenzialität haben – gerade in Bezug auf die Farbigkeit. Ich arbeite auf Papieren mit Chemikalien und mit unbekannten Gegebenheiten im Innern der Stoffe“, sagt die Künstlerin Nora Schattauer zu ihren Arbeiten. „Da die Flüssigkeiten und Salze sensible Reagenzien sind, eignen sie sich für substanzielle Prozesse. Dazu gehört das Gewinnen von Farbigkeiten, von Blautönen, Silberbraun-Nuancen, die zunächst nicht existieren. Die Selbstverständlichkeit von Pigmenten habe ich früh in Frage gestellt. Das Bild ist gleichzeitig die sichtbare Darstellung seiner Handlung und ist es nicht.“

Mit der Wahrnehmung der Betrachter seiner Arbeiten spielt der Künstler Peter Witucki. Wie der Betrachter das empfindet, beschreibt Kunstexpertin Marion Schmid: „Als sie den Raum wieder betrat, beschlich sie das Gefühl, als hätte jemand ein Bild, das schon jahrelang an derselben Stelle hing, heimlich ein paar Zentimeter nach rechts verschoben. Doch eher nach links? Nach unten, nach oben? Sie versuchte, ebenfalls in aller Heimlichkeit, eine bestimmte, vielleicht ja ursprüngliche Position wieder herzustellen. Aber von nun an war das Misstrauen da: Hatte es ihn überhaupt jemals gegeben, den Originalzustand?“

Mit der Gestaltung von einander interaktiv zugeordneten Farbfeldern befasst sich die Künstlerin Irene Blume. Da dies mit einem Farbstift geschieht, erfordert die Entstehung ihrer Arbeiten enorme Geduld.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai freitags von 16 bis 18 Uhr, samstags von 16 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr geöffnet.