Diskriminierend

Handy-Affäre. Die Junge Union meint also, dass eine Frau mit Migrationshintergrund nicht qualifiziert genug ist, eine verantwortliche Tätigkeit zu übernehmen. Dies ist zumindest die Zusammenfassung des Leserbriefes von Herrn Langenbusch, der zur CDU-Jugend gehört. Leider „vergaß“ er, wie schon einige andere Leserbriefschreiber, dies zu erwähnen.

Aus meiner Sicht sind die Vorwürfe gegen Frau Erdas diskriminierend und unerträglich. Eine Frau, die sich als Vorsitzende des Integrationsrates vorbildlich für diese Stadt engagiert, in ihrer beruflichen Existenz anzugreifen, ist ein Skandal

Ich appelliere an die Spitze der Oberhausener CDU die persönlichen Angriffe aus ihren Reihen auf engagierte Bürgerinnen dieser Stadt zu unterlassen. Schon bei den Attacken auf Bürgermeisterin Elia Albrecht-Mainz aus den Reihen der örtlichen CDU ging es nicht um politische Meinungsverschiedenheiten, sondern um den Versuch, die berufliche Tätigkeit von ehrenamtlich in der Stadt aktiven Menschen zu diskreditieren. Dies ist stillos und unanständig.

Ich bin seit einiger Zeit ehrenamtlich bei den Jusos aktiv. Es macht mich sehr nachdenklich, dass man befürchten muss, wegen seines Engagements öffentlich in seiner beruflichen Existenz gefährdet zu werden. Dies darf nicht sein. Ich bin der Meinung, dass ein hartes inhaltliches Ringen um den richtigen Weg in der Politik notwendig ist. Dies darf aber nicht persönlich werden und schon gar nicht auf die berufliche Existenz engagierter Menschen zielen. Darüber hinaus dürfen Angriffe keinesfalls diskriminierend werden. Diese Grenze hat Herr Langenbusch leider überschritten. Er sollte sich bei Frau Erdas entschuldigen und seine Partei sollte dafür sorgen, dass so etwas nicht wieder passiert. Sonst engagieren sich noch weniger Menschen politisch.

Dustin Hoffmann