Diese fünf Probleme haben Verbraucher in Oberhausen

Mobilfunkverträge sorgen auch bei Verbrauchern in Oberhausen für großen Ärger.
Mobilfunkverträge sorgen auch bei Verbrauchern in Oberhausen für großen Ärger.
Foto: picture alliance / dpa
Was wir bereits wissen
Die Beratungsstelle Oberhausen der Verbraucherzentrale hat die Statistik für 2014 veröffentlicht. Telefonanbieter und Banken bereiten den Menschen den größten Kummer.

Oberhausen.. Mehr als 8000 Menschen haben im vergangenen Jahr Rat und Hilfe bei den Verbrauchschützern in Oberhausen gesucht. In rund 1000 Fällen kamen es zu einer intensiven Rechtsberatung.

Dies geht aus der Jahresstatistik der Beratungsstelle Oberhausen der Verbraucherzentrale NRW für das Jahr 2014 hervor. Fünf Verbraucherprobleme beschäftigten die Menschen in Oberhausen besonders. Die Top 5 im Überblick.

1 Mit Telefon und Internet plagten sich die Verbraucher am häufigsten herum. Hier war es vor allem die Telekom, weswegen die Menschen sich an das Team der Verbraucherzentrale wandten. Die Telekom stellt derzeit die alten Telefonanschlüsse auf die Internettelefonie „Voice over IP“ um. Bis 2018 soll die Umstellung abgeschlossen sein. „Gerade ältere Menschen scheuen sich noch davor“, sagt Petra Gülker, Beraterin bei der Verbraucherzentrale. Die Telekom biete hier aber häufig einen kostenlosen Einbau der neuen Technik an. Es gäbe aber auch Fälle, wo nach der Umstellung über Wochen das Telefon tot sei.

Auch das Dickicht der Angebote der Mobilfunkanbieter bereitet den Verbrauchern Probleme. „Häufig haben wir mit falschen Abschlüssen bei Mobilfunkverträgen zu tun“, sagt Gülker. Auch sträuben sich manche Anbieter immer noch, wenn der Kunde eine Papierrechnung haben möchte. Der Kunde hat aber ein Recht darauf. Gebühren darf der Anbieter nicht verlangen. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) 2014.

BGH erklärt Gebühren für unzulässig

2 Banken machten den Verbrauchern 2014 das Leben schwer. Das große Thema waren hier die Bearbeitungsgebühren, die Banken bei Krediten erhoben. Diese Gebühren erklärte der BGH ebenfalls 2014 für unzulässig. Die Kunden können sie sich zurückerstatten lassen. Das gilt für alle Gebühren, die vor weniger als zehn Jahren gezahlt wurden.

Problematisch waren auch immer wieder die Widerrufsbelehrungen bei Immobilienkrediten. Neun von zehn Verträgen entsprachen hier nicht den gesetzlichen Anforderungen.

3 Schlüsseldienste sind bei Dienstleistungen immer noch das schwarze Schaf. Nur zehn Prozent der Firmen seien seriös, erklärt Angelika Wösthoff, Leiterin der Beratungsstelle. Ihr Tipp: Die Telefonnummer eines seriösen Anbieters aus der eigenen Stadt vorher heraussuchen.

Warnung vor Abzocke bei Stromanbietern


4 Billige Stromanbieter zocken häufig ihre Kunden ab. Die Verbraucherzentrale rät durchaus zum Anbieterwechsel, denn Geld lässt sich sparen. Aber Vorsicht: Anbieter, die hohe Bonuszahlungen bieten oder hohe Abschlagszahlung verlangen, seien häufig unseriös.

5 Bei Möbeln und Technik verweigern Händler gerne mal die Gewährleistung im Schadensfall. Zwei Jahre lang muss der Verkäufer für einen Defekt oder Mangel gerade stehen. Das Problem: Nach sechs Wochen gilt die Beweislastumkehr. Dann muss der Kunde den Defekt nachweisen.