Die Werke sind wieder zuhause

Abgesplitterte Farbe, Risse und ungünstige Lichteinflüsse haben einigen Bildern arg zugesetzt. Auch der „Ecce homo“ ist bearbeitet worden und erstrahlt nun wieder in neuem Glanz.
Abgesplitterte Farbe, Risse und ungünstige Lichteinflüsse haben einigen Bildern arg zugesetzt. Auch der „Ecce homo“ ist bearbeitet worden und erstrahlt nun wieder in neuem Glanz.
Foto: Tom Thöne / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Dank der Unterstützung von 27 Paten konnten einige Grafiken und Gemälde aus der Ludwiggalerie restauriert werden. Ausstellung ist im Dezember.

Oberhausen.. Sie haben gelitten, durch ihr Herz gingen Risse, die Farbe platzte auf: Einige Grafiken und Gemälde der städtischen Kunstsammlung in der Ludwiggalerie brauchten dringend Hilfe – und haben sie bekommen. 30 Arbeiten, darunter 16 Gemälde und 14 Grafiken, sind dank der Hilfe von gönnerhaften Paten fachmännisch restauriert worden. Die Werke erstrahlen in neuem Glanz. Die Öffentlichkeit kann sich ab dem 6. Dezember ein Bild davon machen, wenn die aufgehübschten Werke im Kleinen Schloss ausgestellt werden.

Direktorin freutsich über das Ergebnis

27 Paten hatten sich nach dem Aufruf gefunden. Ein Betrag in Höhe von 18.530 Euro kam dabei herum. „Ein Ergebnis, das sich meines Erachtens wirklich sehen lassen kann“, sagt Christine Vogt, Direktorin der Ludwiggalerie, sichtlich erfreut. Die restaurierten Werke werden zukünftig in einem neuen Depot untergebracht, so dass es nachhaltig gesichert ist, dass der nun erreichte Zustand auch möglichst lange Zeit so bleibt. Vor der Restaurierung wiesen die Grafiken und Gemälde Lichtschäden auf, waren verbräunt oder sind mit unsachgemäßen Materialien bearbeitet worden.

Nach der Präsentation der Werke bis April vergangenen Jahres haben die Restauratoren die beschädigten Werke nach Köln geholt. Dort haben sich die Diplom-Restauratoren der erfahrenen „Gruppe Köln. Restaurierung und Konservierung“ der Werke angenommen. Die Papierarbeiten hat das „Atelier für Papierrestaurierung“ von Dirk Ferlemann in Köln übernommen. Bis Dezember vergangenen Jahres haben die Restaurations-Arbeiten gedauert, nun sind alle 30 Werke wieder in der Oberhausener Ludwiggalerie. „Die Arbeiten waren sehr erfolgreich und haben sich wahrlich gelohnt“, sagt Christine Vogt auf NRZ-Nachfrage. Die Kunstwerke bedurften teils unterschiedlicher Behandlungen. Manchmal reichte eine Reinigung aus, manchmal mussten die Restauratore größere Kittungen oder Retuschen durchführen. Bei zahlreichen der Gemälde erneuerten sie die verbräunten Firnisse.

Die dank der Paten restaurierten Werke werden ab dem 6. Dezember im Kleinen Schloss der Ludwiggalerie an der Konrad-Adenauer-Allee zu sehen sein.