Die Stadt fühlt sich gewappnet
08.01.2010 | 17:16 Uhr 2010-01-08T17:16:00+0100
Die WBO stockt fürs erwartete Winter-Wochenende das Personal auf. Ab Samstagmorgen, 3 Uhr, sind 120 Leute im Einsatz. Denn Oberhausen will dem Winter trotzen.
Oberhausen und die Ruhe vor dem Sturm: am Freitag blickten viele Bürger den ganzen Tag über mit gespannter Erwartung auf die Wettervorhersagen. Dabei wollten sich die Meteorologen partout nicht festlegen, wie stark besagter Sturm denn nun tatsächlich blasen würde und wie dick die Schneedecke folglich wird, die die Stadt bedeckt. Fest steht: Es wird dieses Wochenende wieder bitter kalt. Fest steht aber auch: Die Stadt fühlt sich gewappnet, um dem Winter zu trotzen.
Von den 400 in Österreich bestellten Tonnen Salz (die NRZ berichtete) sind 75 Tonnen bereits eingetroffen und stocken den Vorrat der Stadt so auf insgesamt 200 Tonnen auf. Hinzu kommen 400 Tonnen Granulat. „Das reicht”, sagt Heinz van Gemmeren. Zudem habe man die Zahl der Mitarbeiter, die seit heute Morgen, 3 Uhr, im Einsatz sind, noch einmal von 80 auf 120 erhöht, so der kaufmännische Leiter der Oberhausener Wirtschaftsbetriebe (WBO). Der Plan sei, zuallererst die Durchfahrtsstraßen zu räumen, erläutert van Gemmeren, anschließend weitere Hauptstraßen und Anliegerstraßen.
Für die Begehbarkeit von Schul- und Grünflächenwegen ist die Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM) zuständig. 30 Tonnen Streusalz habe man hierfür zur Verfügung, weiß Geschäftsführer Hartmut Schmidt, der für das Wochenende 35 Mitarbeiter in den Einsatz schickt.
Im Vorfeld habe man bereits Schul- und Sporthallendächer vom Schnee geräumt, um Deckendurchbrüche zu vermeiden, so Schmidt.
Mit einem allzu großen Chaos rechnet Hartmut Schmidt ebenso wenig wie die Oberhausener Polizei, die aber vorsichtshalber Schneeketten für ihre Fahrzeuge besorgt hat. „Damit wir im Fall der Fälle aktionsfähig bleiben”, sagt Polizeisprecher Axel Deitermann.
Keine besonderen Vorkehrungen hat dagegen die Feuerwehr getroffen. „Das müssen wir deshalb nicht, weil wir sowieso immer auf alle Eventualitäten vorbereitet sind”, meint Rainer Porsch. Das mag sich nach einer Floskel anhören, „ist aber keine”, stellt der stellvertretende Leiter des Rettungsdienstes klar. Allrad-Antrieb, Winterreifen und Schleuderketten, die sich automatisch um durchdrehende Reifen legen, gehören zur Grundausstattung des Feuerwehr-Fuhrparks.
Etwa 50 Mitarbeiter sind am Wochenende im Einsatz. Sollte das nicht reichen, gäbe es Unterstützung durch die freiwilligen Wehren der Stadt, so Porsch.

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