Die Lebensgeschichte von Stephen Hawking im Kino-Café

Eddie Redmayne (r.) in der Rolle des jungen Stephen Hawking..
Eddie Redmayne (r.) in der Rolle des jungen Stephen Hawking..
Foto: Universal Press
Was wir bereits wissen
Der Lichtburg-Filmpalast Oberhausen präsentiert schon am ersten Donnerstag des neuen Jahres 2015 den Streifen „Die Entdeckung des Universums“.

Oberhausen.. Nette Leute treffen und sehenswerte Filme genießen: Das WAZ-Kino-Café erfreut sich großer Beliebtheit. Jeden ersten Donnerstag im Monat serviert der Lichtburg-Filmpalast am Vormittag einen Arthaus-Kinofilm auf der großen Leinwand. Zuvor haben die Besucher Gelegenheit, sich bei einer Tasse Kaffee mit Gebäck miteinander zu unterhalten. Das bewährte Konzept wird mit einer neuen Filmstaffel fortgesetzt, bereits exakt am ersten Tag des neuen Jahres 2015. So haben ausnahmsweise auch einmal Kinofans, die vormittags normalerweise arbeiten müssen, Gelegenheit, dabei zu sein. Gezeigt wird „Die Entdeckung der Unendlichkeit“.

Blecherne Roboterstimme

Bei dem jungen angehenden Physiker Stephen Hawking wurde Anfang der 60er Jahre die schwere Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ADL) diagnostiziert, die im Normalfall in kurzer Zeit zum Tod führt. 50 Jahre später lebt Hawking immer noch, ist seit Jahrzehnten aber auf den Rollstuhl angewiesen, seit einem Luftröhrenschnitt im Jahr 1985 auch auf einen Sprachcomputer, dessen blecherne Roboterstimme ihn erst recht zu einer Ikone gemacht hat. Mit der Veröffentlichung der populärwissenschaftlichen Abhandlung „Eine kurze Geschichte der Zeit“, die sich weltweit rund 25 Millionen Mal verkaufte, wurde Hawking zum Medienstar, der Gastauftritte bei Star Trek und den Simpsons hatte und in der Öffentlichkeit als Genie angesehen wurde, der die theoretische Physik revolutionierte.

Dass Hawking weder mit dem Nobelpreis für Physik noch mit der Fields Medal – der wichtigsten Auszeichnung für Mathematik – ausgezeichnet wurde, zeigt jedoch, dass er bei seinen Wissenschafts-Kollegen zwar als guter Physiker respektiert ist, seine Entdeckungen allerdings alles andere als revolutionär sind. Sein Ruhm resultiert aus der faszinierenden Kombination aus einem Leben in fast vollständiger Bewegungsunfähigkeit und der Beschäftigung mit den großen Fragen des Universums.

Privatleben im Vordergrund

Der Film stellt Hawkings Privatleben in den Vordergrund. Regisseur James Marsh verbringt viel Zeit mit der Schilderung der Romanze zwischen Stephen (Eddie Redmayne) und Jane (Felicity Jones). Schon kurz nach der Hochzeit ist Stephen an den Rollstuhl gefesselt, Janes Rolle verwandelt sich immer mehr in die einer Pflegerin, die ihrem Mann den Rücken frei hält. Später lassen sich die beiden scheiden. Hauptdarsteller Eddie Redmayne sieht Hawking dank einer überzeugenden Maske erstaunlich ähnlich, sowohl als 20-Jähriger als auch in der Rolle des 50-Jährigen.