Die Gestaltung gilt als eine Herausforderung

Die Facebookseite zu gestalten, sieht Tom Litges schon als Herausforderung. Zunächst müsse man natürlich überlegen, welche Informationen man postet. Dann sei auch der Facebook-Schreibstil ein ganz anderer als der übliche der Polizei.

Der große Vorteil von Facebook für die Polizei: „Dort bestimme ich, wann, was, wie reingestellt wird“, erläutert Litges. Die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten der Beiträge sind ein weiteres Plus. Er nennt ein Beispiel: „Beim Kampf gegen Wohnungseinbrecher ist es sehr hilfreich, einen Videoclip einzuklinken, der zeigt, wie leicht Fenster sicherer gemacht werden können.“

Die Polizei informiert, warnt und bittet die Bevölkerung auf Facebook nicht nur um Hilfe. Sie wirbt auch für sich. So stellte Tom Litges Informationen über die Polizeiausbildung auf Facebook. „Innerhalb von weniger als 24 Stunden hatten wir dort knapp 9000 Klicks“, freut er sich.

Senioren warnen

Läuft die Facebookseite der Polizei gut, betrübt es ihn, dass die Seite der Senioren-Sicherheits-Beratung Oberhausen auf Facebook mit nur 99 Likes so ein Stiefkind ist. „Es liegt wohl daran, dass die älteren Leute kaum auf Facebook unterwegs sind“, erklärt sich der Polizeisprecher die geringe Freundezahl. Aber eigentlich sei diese Seite ja auch für die jungen Leute gedacht, die Beiträge der Polizei lesen und Großeltern, Eltern oder ältere Bekannte warnen. Etwa vor Betrügern an der Haustür. „Wöchentlich haben wir diese Fälle“, weist er auf die Dringlichkeit hin.