DGB in Oberhausen befürwortet Straßenbahnlinie 105

Die Gewerkschafter sagen „Ja“ zum Lückenschluss, v.l.: Henrike Greven, Peter Koppers, Klaus Waschulewski, Thomas Schicktanz, Werner Tonder und Peter Grosius.
Die Gewerkschafter sagen „Ja“ zum Lückenschluss, v.l.: Henrike Greven, Peter Koppers, Klaus Waschulewski, Thomas Schicktanz, Werner Tonder und Peter Grosius.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Mitgliedsgewerkschaften sagen „Ja“ zum geplanten Lückenschluss. Sie erwarten von der Investition positive Auswirkungen auf die Unternehmen.

Oberhausen.. Seit Montag hängt das Plakat mit dem Slogan „Sag Ja zur 105“ im Haus des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) an der Friedrich-Karl-Straße. Der DGB in Oberhausen hat sich nun offiziell dem Aktionsbündnis für den Ausbau der Straßenbahnlinie 105 angeschlossen.

„Dass wir uns nicht sofort positioniert haben“, sagt DGB-Vorsitzender Thomas Schicktanz, „das hatte seinen Grund.“ Zunächst diskutierten die Gewerkschaften im DGB intern über das Thema. „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, die Mitglieder einzubeziehen und keine Vorstandsentscheidung aus dem Thema zu machen“, sagt Organisationssekretär Klaus Waschulewski. Am 15. Januar hatte der DGB zu einer Versammlung mit dem Geschäftsführer des städtischen Nahverkehrsunternehmens Stoag, Peter Klunk, und Kämmerer Apostolos Tsalastras eingeladen. „Danach waren alle positiv gestimmt“, sagt Schicktanz.

Rund 81 Millionen Euro Gesamtinvestitionskosten

Dass es im Vorfeld zu Unstimmigkeiten bei Verdi gekommen sei, weist deren Bezirksgeschäftsführerin Henrike Greven zurück. Der Bereich Verkehr hatte sich im Vorfeld positiv zu dem Projekt geäußert, aber das sei falsch interpretiert worden. Verdi als Ganzes habe nur etwas mehr Zeit gebraucht, um zu einer Position zu gelangen. Wichtig war den Gewerkschaften, dass die Stoag bekräftigte, aufgrund eventueller Folgekosten werde kein Personal abgebaut. Das habe Klunk am 15. Januar zugesichert.

Von dem Projekt als solches verspricht sich der DGB ohnehin positive Effekte für Oberhausen. So hoffen die Gewerkschaften, dass sich rund um die Neue Mitte neue Betriebe ansiedeln und dass während der Bauzeit heimische Firmen von den rund 81 Millionen Euro Gesamtinvestitionskosten profitieren. Werner Tonder, Vorsitzender der IG Bau, glaubt: „Für die Bauindustrie in Oberhausen bedeutet das Projekt einen wirtschaftlichen Aufschwung.“

Millionen-Zuschuss an Projekt gebunden

Und der DGB gibt zu bedenken, dass die 68 Millionen Euro Zuschuss von Bund und Land an das Projekt gebunden sind. „Das Geld fließt ohne die Linie 105 nicht in unsere Stadt“, sagt Schicktanz und fügt deshalb hinzu: „Daher hoffen wir, dass die Bürger am 8. März für das Projekt entscheiden.“