Devilside-Festival zieht 2011 von Essen an die Turbinenhalle Oberhausen

Das Devilside feierte 2009 im Landschaftspark Duisburg Premiere. Damals besuchten etwa 10.000 Metal-, Punk-, Hardcore-, Crossover- und Nu-Metal-Fans das festival. Foto: Lars Fröhlich
Das Devilside feierte 2009 im Landschaftspark Duisburg Premiere. Damals besuchten etwa 10.000 Metal-, Punk-, Hardcore-, Crossover- und Nu-Metal-Fans das festival. Foto: Lars Fröhlich
Foto: NRZ

Oberhausen.. Das Rock-Festival Devilside zieht vom Essener Campus auf das Open-Air-Gelände der Turbinenhalle in Oberhausen: Die Veranstalter erwarten bis zu 15.000 Besucher und - noch in dieser Woche - die Zusage einiger Szene-Größen für den 2. Juli.

Das junge Devilside wandert auf Wachstumskurs und auf der Suche nach einem perfekten Standort weiter durch das Ruhrgebiet: Das Rock-Festival hatte 2009 vor etwa 10.000 Besuchern im Duisburger Landschaftspark Premiere gefeiert und war im Jahr darauf auf den Essener Campus umgezogen. Im dritten Jahr will der Veranstalter „Open Air Team“ aus Bochum 15.000 Fans nach Oberhausen locken: Am Samstag, 2. Juli, werden Teufelskerle und Rockerbräute das Open-Air-Gelände der Turbinenhalle erobern.

AStA der UDE Essen „kommt nicht aus dem Quark“

In Duisburg und Essen war das Devilside-Festival mit hochkarätigem Line-Up und Top-Acts wie Motörhead, Bloodhound Gang, Misfits (alle 2009), Airbourne, Sick of it All und New Model Army (alle 2010) bei Freunden harter Gitarrenmusik zwar eingeschlagen wie eine Bombe. Wegen organisatorischer Problemen durch städtische Auflagen aber hatte das Festival Duisburg den Rücken kehren müssen. Und in Essen, wo die Veranstalter eng mit den Studierenden zusammengearbeitet hatten, „wären wir auch gerne geblieben“, erklärt Devilside-Sprecher Martin Zowislok. „Aber der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss, d. Red.) kommt nicht aus dem Quark.“ Der Ausschuss könne nach Wahlen erst im Frühjahr mitteilen, ob das Festival 2011 ebenfalls auf dem Essener Campus über die Bühne gehen kann.

„Aber wir brauchen für eine Veranstaltung dieser Größenordnung“, so Zowislok, „einen längeren Vorlauf:“ Zumal das Festival wachsen soll: In Essen waren noch etwa 6000 Fans auf dem Campus eingefallen, an der Turbinenhalle in Oberhausen will das Open Air Team mit 15.000 feiern. Zowislok: „Wir wollen uns verbessern, wollen mehr Zuschauer und wollen für sie größere Bands verpflichten.“

Obendrein habe das Organisationsteam bei Konzerten in der Turbinenhalle gute Erfahrungen mit der Turbinenhalle Konzert, Diskotheken- und Event GmbH gemacht. Vorige Woche gab die Stadt Oberhausen grünes Licht.

Warten auf Zusagen

Fehlen noch die „größeren Bands“: „Wir geben gerade echt Gas und hoffen, noch diese Woche erste Bands ankündigen zu können“, sagt Martin Zowislok. Der Eintrittspreis - 2010 kostete eine Karte im Vorverkauf 39 Euro - sei von den Zu- und Absagen der angefragten Musiker abhängig.

Wer auch immer Oberhausen am 2. Juli rockt: Zowislok verspricht einen behutsamen Ausbau des Konzeptes. Weiterhin sollen Rock-, Punk- und Metalbands aller Subgenres eine Bühne bekommen - „vor allem auch solche, die Spaß machen.“ Vielseitigkeit sei dem Open Air Team so wichtig wie den Bands der Sound und den Fans die Temperatur der Getränke.