Der Wochenmarkt in Oberhausen-Sterkrade trotzt dem Trend

Reges Treiben herrscht zwischen den Ständen auf dem Wochenmarkt in Sterkrade: Viele Kunden erledigen hier gerne ihren Wocheneinkauf.
Reges Treiben herrscht zwischen den Ständen auf dem Wochenmarkt in Sterkrade: Viele Kunden erledigen hier gerne ihren Wocheneinkauf.
Foto: Fabian Strauch / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Entgegen dem allgemeinen Trend erfreut sich der Wochenmarkt großer Beliebtheit. Die familiäre Atmosphäre und das große Angebot begeistern die Kunden

Oberhausen.. Es herrscht reges Treiben an diesem Mittwochmorgen in der Sterkrader Innenstadt: Bereits seit 7 Uhr drängen sich hier die Menschen zwischen den zahlreichen Ständen auf dem Großen Markt und in den benachbarten Gassen. Während einige von ihnen die Gelegenheit für kleinere Besorgungen nutzen, erledigen andere fast ihren kompletten Wocheneinkauf. Es scheint, als würden die Uhren in Sterkrade noch irgendwie anders ticken als andernorts, denn während auf vielen umliegenden Wochenmärkten in der Region ein Abwärtstrend beim Angebot und bei den Besucherzahlen spürbar ist, entwickelt sich der weitläufige Innenstadtmarkt in Sterkrade positiv.

Auch der immer stärker werdenden Konkurrenz durch den stationären Handel hat der Sterkrader Wochenmarkt bisher getrotzt. Das bestätigen auch die Händler: Marktfrau Margot Kaiser, die an ihrem Stand frische Eier in allen möglichen Größen anbietet, äußert sich im Gespräch sehr positiv über den Standort in Sterkrade. „Wir Händler sind hier sehr zufrieden. Wir sind natürlich auf vielen Märkten unterwegs, aber Sterkrade ist davon auf jeden Fall unser bester Markt.“

Große Auswahl als Erfolgsrezept

Zum Erfolgsrezept der Marktveranstaltung gehört auch eine große Auswahl an frischem Obst und Gemüse, das an den Ständen häufig gleich kiloweise über die Tische geht. Und während man die Szenen beobachtet, kommt dabei manchmal sogar ein wenig Urlaubsflair auf: Viele unterschiedliche Sprachen sind an den Ständen zu hören, neben Deutsch häufig auch Türkisch. Einige Händler sind sogar regelrechte Sprachtalente und wechseln ebenso schnell wie sicher zwischen den verschiedenen Muttersprachen ihrer Kunden hin und her.

Etwas traditioneller geht es dann wieder an den Wagen in Richtung Neumarkt zu: Hier werden unter anderem Fleisch- und Wurstwaren, Käse aber auch Backwaren angeboten. Überhaupt findet sich hier fast alles, was in der heimischen Küche so benötigt wird.

Aber auch, wer nicht selber kochen möchte, wird durchaus auf dem Sterkrader Markt fündig: Einige Händler bieten auch frisch gekochte Mahlzeiten zum Mitnehmen an. Besonders beliebt ist auch der Fischstand, an dem neben diversen Spezialitäten auch frischer Backfisch und verschiedene Fischbrötchen angeboten werden.

Textilverkäufer als Besuchermagnet

Neben der großen Auswahl an Lebensmitteln und Blumen die der Markt zu bieten hat, finden sich auf dem Kleinen Markt, überwiegend im Bereich zwischen dem Technischen Rathaus und dem Center-Point, auch einige Textilhändler mit ihren Ständen. Hier geht es zumindest etwas ruhiger zu als auf dem Rest des Marktes. Vor allem die Passanten hin zum Sterkrader Tor schauen sich hier gerne um, aber auch einige Marktbesucher zieht es nach ihrem Lebensmittel-Einkauf noch an die bunten Auslagen der Textilverkäufer.

Ganz in der Nähe haben sich auch Jürgen Mönninghoff und Walter Möllersmann auf einer Bank niedergelassen. Die beiden Freunde besuchen regelmäßig den Markt. „Wir treffen uns hier nicht nur zum Einkaufen, sondern gerne auch mal zum Quatschen. Wir sind dann immer ein wenig wie Waldorf und Statler, die älteren Herren vom Balkon aus der Muppetshow. Wir kommentieren das Geschehen hier auf dem Wochenmarkt“, erzählen die beiden Sterkrader mit einem Augenzwinkern. Ausschlaggebend für beide ist aber vor allem die „familiäre Atmosphäre“ sowie das „gute und frische Angebot“, das der Markt biete: „Das ist es, was den Sterkrader Markt ausmacht,“ zeigt sich das Duo überzeugt.