Das aktuelle Wetter Oberhausen 18°C
Bildung

Der Roboter als Einkaufstütenträger

26.05.2012 | 11:20 Uhr
Der Roboter als Einkaufstütenträger
Von Technik ist er schlicht fasziniert. Deshalb beteiligt sich Dominik Thomas am Wettbewerb „Invent a Chip“.

Oberhausen. Ein Roboter als Einkaufstütenträger: eine Idee, die die Jury des Nachwuchswettbewerbs „Invent a Chip“ begeisterte und dem Elsa-Brändström-Gymnasiasten Dominik Thomas die Chance beschert, seinen Chip selbst zu kreieren.

Dabei stolperte Dominik Thomas eher zufällig über sein Projekt. „Ich begegnete meiner 80-jährigen Nachbarin, die schwer beladen mit Einkaufstaschen gerade aus der Stadt zurückkehrte“, erzählt der 18-Jährige. Und schon flogen die Gedanken. Da steht auf der einen Seite eine alternde Gesellschaft, auf der anderen immer mehr Möglichkeiten durch immer neue Technologien.

Lösungen liegen auf der Hand

Für Dominik Thomas lag die Lösung auf der Hand: „Wieso nicht einen Serviceroboter entwickeln, der als Alltagshelfer dient?“ Beispiel Einkäufe, bei denen insbesondere Getränke eine große Last darstellen. „Also kam ich auf diesen Roboter, der die Güter tragen könnte und dabei seinem Besitzer selbstständig folgt“, erläutert der Schüler. Orten soll der Roboter den Menschen dabei mit Hilfe von Ultraschall. Dominik Thomas weiter: „Auch Minisender kommen zum Einsatz.“ Der Gymnasiast setzte sich bei dem Nachwuchswettbewerb unter 2000 Teilnehmern durch.

Damit eröffnet sich ihm die Chance, seinen Chip nun auch wirklich zu kreieren. „Das Modell soll dann in der Lage sein, die Position des Menschen zu ermitteln, damit der Roboter seine Ausrichtung anpassen kann“, beschreibt Dominik Thomas sein Konzept. Geplant sei auch ein Notstopp-Signal, falls Hindernisse oder Menschen den Weg des Serviceroboters kreuzen.

Know-How in Workshop erlernt

Das notwendige technische Know-how konnte der Elsa-Schüler jetzt schon einmal in einem Workshop erlernen. Modernes Chipdesign stand für ihn und elf weitere Teams auf dem Programm. Drei Tage lang schulten Experten am Institut für Mikroelektronische Systeme (IMS) der Leibniz Universität Hannover die Jugendlichen.

Ausgerichtet wurde der Wettbewerb vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Technologieverband VDE nun schon zum elften Mal. „Wir haben viele erfolgreiche Preisträger, die so den Weg in die Zukunftstechnologien fanden und denen dieser Wettbewerb den Weg in ein entsprechendes Ingenieurstudium bahnte“, stellt VDE-Vorstandsvorsitzender Hans Heinz Zimmer fest.

Bis Herbst müssen Entwürfe umgesetzt werden

Bereits Mitte Februar waren mehr als 3000 allgemein- und berufsbildende Schulen aufgerufen worden, sich dem Thema Mikrochips und Robotik zu widmen. „Vom intelligenten Kleiderschrank über den Sonnenschutz-Chip bis zur Optimierung von Windrädern oder einer Chip-Warnung vor Taschendieben ist alles dabei“, freut sich Zimmer. Bis zum Herbst haben die Teilnehmer nun Zeit, ihre Entwürfe umzusetzen.

Dominik Thomas erhofft sich, nun noch mehr über Mikrochips zu erfahren. Denn von dieser Technik ist er schlicht fasziniert: „Diese leistungsfähigen kleinen Dinger stecken ja schon in fast jedem Gerät – ob Handy, Waschmaschine oder Computer.“ Er wolle aber nicht nur länger Bediener sein, sondern auch verstehen, wie so ein Chip funktioniert. „Denn von seinem Innenleben merkt der Anwender nichts.“

Eine Leidenschaft, die ihm vielleicht einen der oberen Plätze bei der anschließenden Jurybewertung einbringen könnte und damit „hoffentlich auch eine kleine finanzielle Hilfe für mein Studium“.

Redaktion


Kommentare
Aus dem Ressort
Ein Wegbegleiter in schwierigen Zeiten
Menschen
Pastor Gerd Wittka ist einer von zwei Seelsorgern im Johanniter-Krankenhaus in Oberhausen. Auf unprätentiöse Art steht der katholische Geistliche den Kranken und dem Klinikpersonal bei. Er kennt den tröstenden Wert solch einfacher Worte wie: „Ich bleibe bei Ihnen. Ich lasse sie nicht allein.“
Ein Oberhausener wurde auf Facebook übelst verleumdet
Verleumdung
Kevin Silberkuhl wurde auf Facebook von einer unbekannten Person der Vergewaltigung bezichtigt. Die Polizei sagt, das ist ein Fake. Kevin Silberkuhl selbst sagt, da hasst mich einer so sehr, da will mich einer in Haft bringen.
Fachgeschäft setzt Impulse für die City in Oberhausen
Handel
„Ars Vivendi“ an der Elsässer Straße in Oberhausen ist ein Fachgeschäft für Accessoires, Interior und Mode. Jetzt zieht das Familienunternehmen in ein doppelt so großes Ladenlokal. Familie Randebrock will mit diesem Bekenntnis zum Standort Impulse für die Oberhausener City setzen.
Jugendliche in Oberhausen dürfen Sportschützen sein
Training
Der Schützenverein BSG Holten bot im Rahmen des Action Guide einen Schnupperkurs für junge Erwachsene an, um sie für den Schießsport zu begeistern. Bei dem Fünf-Tage-Training wurde neben den richtigen Schießtechniken auch Theorie und Grundregeln vermittelt.
Innenminister Jäger verbietet Rocker-Symbole im Internet
Rocker
NRW geht stärker gegen Rocker vor. Nachdem Bandidos und Hell's Angels in großen Teilen von NRW bereits das Tragen ihrer Kutten untersagt wurde, sind die Symbole der Rocker nun auch im Internet verboten. Das gab Innenminister Jäger bekannt. Es solle keinen rechtsfreien Raum geben, sagt der SPD-Mann.
Fotos und Videos
Pauluskirche in Oberhausen
Bildgalerie
Kirchenserie
Schluck für Schluck
Bildgalerie
Wassertest