Der Lärmpegel war kaum zu ertragen

WAZ-Leser zur Adiamo-Schließung. Ich bin selbst seit 2005 ein regelmäßiger Adiamo-Besucher gewesen, zeitweise sogar an allen drei Tagen. Das Adiamo hat bis etwa 2009 einen sehr hohen Anteil an Stammpublikum gehabt, das man aber seitens der Geschäftsführung immer mehr verärgert hat. Hier ein paar Details, warum immer mehr Gäste ausblieben:

1. Das Raumklima: Das Adiamo hatte mal Werbung damit gemacht, dass es voll klimatisierte Räumlichkeiten hat. Selbst wenn man früh dort war, musste man leider feststellen, dass die Luft verbraucht und viel zu warm war. Die Geschäftsleitung war der Meinung, dass dann mehr getrunken wird.

2. Die Treppe: Die haben doch tatsächlich über zwei Jahre benötigt, den Treppenaufgang zu reparieren. Die Kanten waren lose und stellten eine Gefahr da.

3. Die Musik: Das Adiamo hatte zwei Bereiche. Warum begann man in beiden Bereichen nahezu ähnliche Musik zu spielen? Ebenso war der Lärmpegel teilweise kaum zu ertragen. Das trifft auch auf den Mittelraum zu, der eigentlich zum Chillen und Unterhalten gedacht war.

4. Die Tanzfläche im rechten Raum war eine Zumutung: Es fehlten ganze Stäbchen des Parketts.

5. Die Schließung des Adiamo an normalen Öffnungstagen zugunsten von Sonderveranstaltungen: Hier muss man sich fragen was man will – eine Disco auf Mietbasis oder einen regelmäßigen Discobetrieb?

Dies alles führte dazu, dass eine vor Jahren angesagte Lokalität – ich glaube man kann sagen, dass das Adiamo der angesagteste Club in NRW war – immer mehr an Attraktivität verlor. Dies führte dann auch dazu, dass man Besucher mit Klamotten rein ließ, mit denen sie kurz zuvor noch ihr Auto gewaschen haben. Die Exklusivität ging den Bach runter. Der Club hat nur noch solange überlebt, weil das Adiamo immer noch bei vielen einen guten Namen hatte.