Der Innenminister kam vor 40 Jahren zur Eröffnung

Aktive Freizeitgestaltung war vor 40 Jahren im neuen Revierpark Vonderort angesagt.
Aktive Freizeitgestaltung war vor 40 Jahren im neuen Revierpark Vonderort angesagt.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der neue große Freizeitpark an der Stadtgrenze zu Bottrop sollte einer aktiven Freizeitgestaltung dienen.

Mit einem bunten Volksfest wurde der Revierpark Vonderort am Sonntag, 13. Juli 1975, heute vor 40 Jahren, eingeweiht. NRW-Innenminister Dr. Burkhard Hirsch (FDP) war der prominenteste Gast bei der Eröffnung.

„Um diesen Revierpark kann man uns wirklich beneiden“, schrieb die WAZ am Tag danach. „Welche Stadt hat schon ein Wellenbad und ein Freizeithaus für jedermann? Und Tennisplätze für Sportfans, die keinem Verein angehören?“

Der Innenminister lobte die Konzeption für den neuen Park. Sie stammte vom Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk, heute Regionalverband Ruhr. So gibt es eine große Wasserspielanlage für Kinder. Eine künstliche Landschaft aus Wasserbecken in verschiedenen Ebenen, Inseln, Stegen und einem Sandfeld ermöglicht Kindern sommergerechtes Spielen.

Hirsch sprach aber auch ein leidiges Thema an: die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Am Eröffnungstag des Parks war die Parkplatzsuche das größte Problem der Besucher.

Das Freibad eröffnete schon im April ‘75

Das neue Wellenbad hatte schon im April 1975 eröffnet. In nur drei Monaten verzeichnete es bereits 145.000 Besucher. Noch im Sommer ‘75 wurde mit dem 250.000sten Besucher gerechnet. An Spitzentagen zählte das Freibad damals täglich bis zu 7000 Badegäste.

Oberbürgermeisterin Luise Albertz (SPD) machte dem neuen Park Komplimente: In dieser herrlichen Umgebung könne man glatt vergessen, dass man sich in dem so vielgeschmähten Kohlenpott befindet, erklärte sie.

Als beliebter Aufenthaltsort stellte sich die Terrasse des Restaurants im neuen Freizeithaus an der Bottroper Straße heraus. Sie bot damals einen Ausblick auf den gesamten Südteil des Revierparks. OB Albertz betonte, dass der neue Revierpark nicht einfach nur für den Freizeitkonsum konzipiert wurde. Er sei vielmehr als Plattform gedacht, Freizeit auch aktiv mit Gleichgesinnten zu verbringen. So gab es damals bereits zwei Arbeitskreise für Musik und Sport. Sie hatten den Eröffnungstag organisiert.

40 Jahre später machen Teile des Parks einen verfallenden Eindruck. Es fehlt offenbar an Geldern für die Unterhaltung der Anlage. Vor allem die Aktiv-Angebote werden nicht mehr so genutzt wie noch in den ersten Jahren.