Das aktuelle Wetter Oberhausen 10°C
Gesundheitsamt

Der hoffentlich letzte Ortstermin

25.08.2008 | 18:25 Uhr
Der hoffentlich letzte Ortstermin

CDU infomiert sich über Sanierung an der Tirpitzstraße. Betrieb soll im Oktober wieder aufgenommen werden.

Wunschkonzert klingt zwar anders, aber am Ende gab sich auch Klaus-Dieter Broß versöhnlich. Die Zweigstelle an der Tirpitzstraße würde nach Abschluss der Arbeiten endlich wieder den Namen Gesundheitsamt verdienen, so Broß, der mit der Sterkrader CDU gestern an der Baustelle einen Ortstermin wahrnahm. Allerdings legte er dann doch noch den Finger in die Wunde. Das hätte man alles etwas früher haben können, erklärte der Stadtverordnete. Immerhin aber seien „durch den öffentlichen Druck Maßnahmen forciert worden, die sonst noch schleppender vor sich gegangen wären”.

 Zum „hoffentlich letzten Mal” (Broß) führte Dezernent Apostolos Tsalastras durch das Gebäude, das nach Schimmelbefall und Schließung zu trauriger Berühmtheit gekommen war, und informierte über den Stand der Sanierungen. Bis Ende September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, der Umzug im Oktober ist noch nicht terminiert, soviel steht aber schon fest: Er soll in Etappen über die Bühne gehen, damit der Betrieb aufrecht erhalten werden kann. Mitte Oktober, so wird vermutet, kann der Vollbetrieb wieder aufgenommen werden.

 Der Zahnärztliche Dienst kommt aus Osterfeld zurück, die vorübergehend nach Holten ausgelagerten Mitarbeiter der Tirpitzstraße werden ebenfalls wieder das alte Gebäude beziehen, wo sie dann allerdings andere Zustände vorfinden werden. Der gesundheitsgefährdende Schimmel ist beseitigt, die Immobilie ist für 500 000 Euro saniert. Optisch fällt von außen sofort der neue Aufzugsschacht ins Auge. Hier sowie bei den Elektroarbeiten und der EDV-Verkabelung entstanden die größten Kosten. Der Eingangsbereich wirkt derzeit noch wenig einladend, soll aber entsprechend verschönert werden.

 „Wir haben keine Luxussanierung vorgenommen”, erklärte Tsalastras, „sondern nur das Notwendige erledigt”. Oberhausenern muss man so etwas nicht erklären, trotzdem wirken die Räume heller und luftiger als vor der Renovierung, als man in weiten Teilen des Gebäudes kaum noch von menschenwürdigen Verhältnissen sprechen konnte. 27 Frauen und ein Mann werden demnächst wieder hier arbeiten, was in diesem Falle die Gleichstellungsbeauftrage nicht um den Schlaf bringen dürfte.

 Die Stadt wird demnächst nur noch zwei Standorte im Gesundheitswesen haben. „Die zweitbeste Lösung”, so Tsalastras, nach dessen Angaben die Zusammenlegung mit bis zu 2 Millionen Euro viel zu teuer gewesen wäre. Wie gesagt: Wunschkonzert klingt anders.

Hannes Fritsche



Kommentare
Aus dem Ressort
Hoffnung für P&C-Haus in der City Oberhausen
Einzelhandel
Zum 15. November schließt der Duisburger Outlet-Store des Modefilialsten Peek & Cloppenburg. Das schürt Hoffnungen in Oberhausen. Wagt die Düsseldorfer Firma nun doch an der Marktstraße in der Oberhausener City den Neustart?
U2 in Oberhausen - Superstars beim Kurzbesuch im Treppenhaus
Konzert
Die irische Rock-Band „U2“ kam für wenige Stunden zum Mini-Konzert an die Essener Straße. Selbst aus Spanien reisten Fans an. Geschenke gab es am Absperrgitter. Zuvor speisten Bono & Co. bei einem geheimen und abgeschirmten Mittagessen im Restaurant „Hackbarth’s“.
U2 rocken im Treppenhaus von Radio NRW in Oberhausen
Konzert
U2 live und ganz nah: Sonst füllen sie Stadien, am Freitagnachmittag spielten sie vor 200 Zuschauern. Im Treppenhaus von Radio NRW in Oberhausen präsentierten Bono und seine Mitstreiter ihr neues Album "Songs of Innocence". Eine feine Party, aber leider eine kurze.
Gemeinsam sorgen sie für geistiges Futter
Inegration
15 Oberhausener Akteure engagieren sich für Begegnungen zwischen den Kulturen – seit 20 Jahren. Zum Geburtstag des Netzwerks Interkulturelles Lernen gibt es eine Fachtagung für Multiplikatoren und interessierte Bürger.
Der Maler Ludger Mels hat in Oberhausen eine Galerie im eigenen Haus
Künstler öffnen ihre...
Der Oberhausener Ludger Mels hat sich schon früh der Kunst zugewandt. Bereits als Sechsjähriger liebte er Museumsbesuche. Später entschied er sich für die gegenständliche Malerei, weil die nach seiner Meinung mehr Möglichkeiten bietet als die abstrakte.
Fotos und Videos
Entwarnung nach Ebola-Verdacht
Bildgalerie
Ebola-Verdacht
Rockerkrieg in NRW
Bildgalerie
Bilderchronik
Bierpreise in Bundesliga und Region
Bildgalerie
Bierpreise