Debeka Oberhausen sucht noch drei Azubis

Die Debeka in Oberhausen sucht für dieses Jahr noch Auszubildende. Im Bild ( v.l.) Azubi Carina Bormann, Organisationsleiter Timo Wirtz, Azubi Andreas Ernst, Geschäftsstellenleiter Heiko Erdmann und sitzend Azubi Jens Pulger
Die Debeka in Oberhausen sucht für dieses Jahr noch Auszubildende. Im Bild ( v.l.) Azubi Carina Bormann, Organisationsleiter Timo Wirtz, Azubi Andreas Ernst, Geschäftsstellenleiter Heiko Erdmann und sitzend Azubi Jens Pulger
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bei der Versicherung blieb schon im vergangenen Jahr eine Lehrstelle unbesetzt. Bewerber haben oft falsche Vorstellungen von der Branche.

Oberhausen.. In den vergangenen Jahren konnten sich Heiko Erdmann, Geschäftsstellenleiter der Debeka Versicherungsgruppe in Oberhausen, und der Organisationsleiter Timo Wirtz eigentlich nicht beschweren. „Als es die doppelten Abitur-Jahrgänge gab, hatten wir kaum Schwierigkeiten, geeignete Azubis zu finden“, so Erdmann. Doch jetzt, er spricht von den geburtenschwachen Jahrgängen, sind die Bewerberzahlen rückläufig. „Wir wollen eigentlich in jedem Jahr vier Azubis aufnehmen. Bislang haben wir für dieses Jahr aber nur eine junge Dame gefunden.“ Schon 2014 blieb eine Stelle unbesetzt.

Probleme beim Prozentrechnen haben auch Abiturienten

Für den Geschäftsstellenleiter, der für die Außenstellen in Oberhausen und Dinslaken zuständig ist, spielen mehrere Faktoren dabei eine Rolle. „Zum einen gibt es; glaube ich; immer noch eine falsche Vorstellung von der Versicherungsbranche.“ Natürlich gebe es immer wieder einige schwarze Schafe, die sich auf windige Geschäftspraktiken spezialisiert haben, doch sei dies in keinem Fall die Regel. „Wir gehen nicht von Tür zu Tür und schwatzen den Leuten etwas auf“, rückt er das Bild gerade. „Die meisten Kunden kennen uns seit Jahren, wir überfallen niemanden.“

Wirtz, der stark in die Ausbildung eingebunden ist, kann von einigen Schwächen bei den Bewerbern berichten. „Es kommt durchaus immer wieder vor, dass selbst Abiturienten Probleme bei Dingen wie einfacher Prozentrechnung haben.“

Erdmann glaubt dennoch nicht, dass es insgesamt den Schulabgängern an Qualität mangelt. „Ich gehe eher davon aus, dass die Jugendlichen, die geeignet wären, sich anderweitig orientieren.“ Das will heißen, dass Abiturienten mit den entsprechenden Kenntnissen ein Studium anfangen.

Um Abiturienten oder Jugendlichen mit einem Fachabitur anzusprechen, betonen Wirtz und Erdmann die Vorteile einer Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen: viel Kundenkontakt, eine Festanstellung und Aufstiegsmöglichkeiten. Carina Bormann, Auszubildende im dritten Lehrjahr, ist glücklich darüber, dass sie sehr viel direkt mit den Kunden zu tun hat. „Die Arbeit am Computer gehört dazu, macht aber nur einen kleinen Teil aus.“ Sie erwähnt zudem das Mentor-System der Debeka. „Jeder Azubi bekommt einen erfahrenen Partner an die Seite. Ich möchte selbst irgendwann einen Azubi begleiten.“