Daten zu Oberhausen sind ein Pfund für Förderanträge

Der Demografie-Atlas liefert Daten über die Bevölkerungsentwicklung in Oberhausen.
Der Demografie-Atlas liefert Daten über die Bevölkerungsentwicklung in Oberhausen.
Foto: WAZ FotoPool
Demografie-Atlas erleichtert die Kita-Planung und ist wichtig für den Bau altengerechter Wohnungen. Städtevergleich ist möglich. Online einsehbar.

Oberhausen.. Der erste Demografie-Atlas der Region ist online. Auf einen Blick ist jetzt zu erkennen, wo besonders viele Oberhausener unter 18 Jahren wohnen, Kinder unter drei oder Menschen über 65. Die Dienststellen Statistik und Stadtforschung der Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Herne, Moers, Mülheim, Oberhausen und Witten arbeiten dafür eng zusammen.

Der Atlas liefert bislang Daten von 2008 bis 2013, mit denen sich demografischer Wandel, Bevölkerungsbestand und -entwicklung in den beteiligten Städten beurteilen lassen. Erstellt wurde er aus den Registern der zwölf Kommunen. „Dank dieser Register können wir stadtübergreifend kleinräumige Informationen bereit stellen“, erklärt Ulrike Schönfeld Nastoll, Bereichsleiterin Statistik in Oberhausen. Dezernentin Elke Münich ergänzt: „Und das sowohl für die Teilräume einer einzelnen Stadt als für die verschiedenen Städte im Vergleich.“ Erstmals bestehe somit die Möglichkeit, raumbezogene Datenbestände interaktiv über mehrere Vergleichsjahre – in Form von Tabellen, Diagrammen und Karten – für die beteiligten Städte zu präsentieren.

Wo viele Familien wohnen

„Diese Daten sind auch eine wertvolle Basis für eine zielgerichtetere Entwicklung der einzelnen Stadtteile in Oberhausen“, sagt Münich. So sei auf einen Blick zu sehen, wo viele Familien wohnen. „Das erleichtert die Kita-Planung.“ Oder den Bau von alten-gerechten Wohnungen, in Stadtteilen, in denen viele ältere Menschen leben. Weiterer Pluspunkt: „Mit Hilfe dieser Daten haben wir ein gutes Pfund für Förderanträge in der Hand.“ Außerdem lieferten sie Wirtschaftsunternehmen, die eine Niederlassung planten, eine gute Basis: „Wer Hilfsmittel für ältere Menschen anbietet, dürfte dort eine Zweigstelle eröffnen, wo seine Kunden leben“, meint die Dezernentin.

Der Datenbestand werde regelmäßig aktualisiert. Die Oberhausener Version ist unter www.oberhausen.de zu finden. Der gemeinsame Auftritt ist öffentlich einsehbar unter www.demografiemonitor-ag-ruhr.de. Daraus geht unter anderem hervor: In den meisten beteiligten Städten ist der Anteil der Single-Haushalte gestiegen. 2013 lebten nur etwa in knapp jedem fünften Haushalt minderjährige Kinder (19,6 Prozent in Oberhausen – 17 Prozent in Bochum).