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Das Sea-Life in Oberhausen hat neuen "Octopus Garden" eröffnet

05.04.2011 | 18:50 Uhr
Das Sea-Life in Oberhausen hat neuen "Octopus Garden" eröffnet
Das Sea Life in Oberhausen hat den Octopus Garden eröffnet. Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPool

Oberhausen.   Orakel Paul hat Konkurrenz bekommen: Das Sea-Life in Oberhausen eröffnet einen neuen Aquarienbereich für große und kleine Polypen. Darin wohnt zum Beispiel der Pazifische Riesenkrake "Ringo Star", der auch ein Schlagzeug zum Spielen bekommen hat.

Der rote Vorhang wird zur Seite geschoben. Und tata ... Nein, kein Tusch. Wer jetzt abtauchen will, der - selbst ist die Frau, ist der Mann - summt leise den Beatles-Song vor sich hin: „I’d like to be under sea in an octopus’s garden in the shade“. Und nein, halluzinogene Stoffe sind nicht von Nöten, um auf dem Oberhausener Festland in bunte Meereswelten abzutauchen. Ein Besuch im Sea Life reicht.

Octopusse im Sea Life

Das Aquarium eröffnete am Dienstag (5. April) den „Octopus Garden“. Heißt, Paul, der neue, der kleine, der aber auch schon wieder ausgewachsen ist, hat Konkurrenz bekommen. Denn, um es mal mit großer Ignoranz auszudrücken, die vom Geschlecht derer zu Paul sind „gewöhnliche Kraken“. Im Fachjargon „Octopus vulgaris“ genannt. Die Geschichte vom Orakel-Kraken mag wie ein modernes Märchen daher kommen, das aus einem Tintenfisch einen Marketing-Prinzen zauberte. Im Sea Life mag Paul als das meist gefeierte Meerestier seit „Moby Dick“ tituliert werden. Das ändert alles nichts an der Tatsache, dass es viel größere gibt als den „Octopus vulgaris“. Der „Pazifische Riesenkrake“ zum Beispiel kann bis zu 40 Kilo schwer werden.

Schlagzeug zu Wasser gelassen

Im Sea Life versucht gerade ein Pfleger, ein solches Tier mit einer Spannbreite von immerhin schon eineinhalb Metern aus seinem Versteck zu locken. „Ringo Star“ hat Timo Haußecker vom Sea Life den Giganten genannt. Und mögen die Briten auch Weltmeister des Skurrilen sein, im Sea Life ist man auch nicht schlecht in dieser Disziplin. Denn schon wird ein Schlagzeug zu Wasser gelassen. Aber erst direkt vor den Blitzlichtern der Fotografen. „Sonst hätte Ringo Star es längst auseinandergenommen“, erklärt Haußecker. Meint, Kraken spielen auch gern. „Sie müssen tatsächlich immer beschäftigt werden, weil sonst bei ihnen der Spruch ‘vor Langeweile sterben’ tatsächlich zutrifft“, verdeutlicht Haußecker.

Info
Nachhaltige Fischerei

Im Sea Life mahnt man, beim Kauf von Tintenfisch darauf zu achten, dass die Tiere aus nachhaltiger Fischerei stammen. Informationen dazu gebe es etwa auf der Internet-Seite des World Wildlife Fund.

Die Kraken, die jetzt im „Octopus Garden“ leben und Paul Gesellschaft leisten, sowie auch die übrigen Bewohner des Aquariums können Interessierte täglich ab zehn Uhr besuchen. Weitere Informationen zum Sea Life gibt es unter: www.sealife.de

Weiter geht es in den Meerestiefen. Wer hier abtaucht, der schwimmt im Strom der Superlative. Denn nach dem Riesenkraken tentakelt sich ein „Kalifornischer Zweipunktkrake“ durch sein Aquarium. Mit zwölf Zentimetern Durchmessern ist er der kleinste Vertreter seiner Art. In seiner Geschicklichkeit und Lernfähigkeit soll der Kleine den Großen jedoch in nichts nachstehen. Und auch das ist im Sea Life auf einer Info-Tafel zu lesen: „Tintenfische sollen schlauer sein als Hunde“, dabei sind sie im Grunde ein einziger großer Muskel. Aber gut, sie sind ja Weichtiere, keine Bodybuilder.

Es gibt noch Sepien zu sehen, die zehn Arme haben. Oder einen Nautilus - auch Perlboot genannt -, der schon seit 500 Mio Jahren mit seiner gewundenen Kalkschale und bis zu 90 Tentakeln durch Ozeane schippert. So viel länger als der Mensch überhaupt eine Ahnung von Paul und seinesgleichen hat. „Perlboote werden auch als lebende Fossilien bezeichnet“, sagt Haußecker. Und erklärt auch, dass man in diesem neuen Teil des Aquariums versucht habe, interaktiver zu werden. Den Gästen wird Wissen nicht einfach nur so vorgesetzt. Sie dürfen es sich erarbeiten. So lädt eine Licht-Projektion auf dem Boden dazu ein, mal drauf zu springen und mit einem Hüpfer Fragen zu beantworten.

Paul II. ist da

Mit Paul, der Weltruhm erlangte, soll der „Octopus Garden“ nicht in Zusammenhang stehen. „Diese Ausstellung hatten wir schon lange vor dem Erfolg von Paul geplant“, sagt Sea Life-Generalmanager Stefan Porwoll.

Andrea Micke

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Kommentare
07.04.2011
07:09
Das Sea-Life in Oberhausen hat neuen Octopus Garden eröffnet
von Antonietta | #1

Aquarien = Gefängnisse für Fische u.ä.

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