Das Pfund dieser Stadt

Leidenschaftlich und enthusiastisch trägt Hartmut Kowsky-Kawelke vor, welche Chancen im Umbau der früheren Schachthalle zu einem Literaturhaus, ja sogar zu einem richtigen Kulturzentrum liegen. „Schreiben Sie bloß nicht, dass Lesen mein Hobby ist“, sagt der Sterkrader. „Lesen ist für mich ein Lebensinhalt!“ Es ist diese Art des Brennens für eine Idee, das Oberhausen braucht. Wenn es um die Zukunft einer Stadt geht, sind eben nicht nur die Fachleute im Rathaus gefordert, die das größere Ganze im Blick haben. Gefragt sind auch Bürger, die für ihren Ortsteil, ihr Viertel, ihre Nachbarschaft Initiative ergreifen. Engagierte Bürger sind ein Pfund für Oberhausen, weil sie sich mit ihrer Stadt identifizieren und sie voranbringen wollen – auch für die nächste Generation. Das gilt auch für die Schachthalle an der Hoag-Trasse. Direkt an einem der meistgenutzten Freizeitwege der Stadt gelegen wünschen sich Radler und Spaziergänger dort schon lange eine Anlaufstelle. Nötig wird das besonders mit dem Ausbau der Betuwe-Güterbahnstrecke: Die Kultkneipe „Yesterday“ am Bahnhof wird abgerissen, ein Treffpunkt fällt weg. Auf der Zeche könnte ein neuer entstehen.