Schnelles, gesundes Essen aus Oberhausen

Zusammen kochen ist schön, zusammen essen ist besser: Dagmar Engel undRuşen Tayfur.
Zusammen kochen ist schön, zusammen essen ist besser: Dagmar Engel undRuşen Tayfur.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
In der sechsten Folge der Serie „Das isst der Pott“, in der wir Leibgerichte unserer Leser vorstellen, geht es um „Bandnundeln mit Lachs und Rucola“.

Oberhausen.. Ihre wichtigste Zutat stellt Dagmar Engel uns als erstes vor: das kaltgepresste Zitronenöl von der Ölmühle Hartmann im bayrischen Diedorf. Jedes Mal, wenn sie ihre Schwester besucht, die bei Augsburg wohnt, bringt die 68-Jährige sich ein paar Flaschen von dem edlen Tropfen mit. Damit würzt sie dann Salate und verschiedene Gerichte, am liebsten jedoch ihr Lieblingsessen: Bandnudeln mit Lachs, Tomaten und Rucola.

„Ich esse lieber Fisch als Fleisch“, sagt Dagmar Engel, „wegen der ganzen Skandale.“ Huhn zum Beispiel komme ihr gar nicht in die Küche: „Wenn ich im Fernsehen sehe, wie die gehalten werden, wird mir ganz anders.“ Und so steht auch ein appetitlich aussehendes, frisches Stück Lachs heute im Zentrum des Geschehens. Zur Not tue es auch mal ein tiefgefrorenes, „das hab ich immer im Haus“.

Plausch zum Thema Bandnudeln

Bevor das Fischfilet an der Reihe ist, gibt es noch einen kleinen Plausch zum Thema Bandnudeln. Die dürfen nicht zu matschig gekocht werden, erklärt Dagmar Engel. Und: Es gibt Bandnudeln und Bandnudeln. Heute sollen es mal ganz besondere sein, sie sind über Bronzewalzen gegangen. Ob’s was genützt hat, erfahren wir später. Was schon feststeht: Die Rentnerin beschäftigt sich gerne mit allem rund ums Kochen. Rezeptbücher gehören zu ihrer Lieblingslektüre, eine Fachzeitschrift hat sie im Abo.

Los geht’s: Dagmar Engel schneidet den Lachs auf ihrem Lieblingsholzbrett. Das ist 40 Jahre alt und hat ihren Eltern gehört. „Das hab ich gerne geerbt“, sagt sie. Das ganze Haus, in dem sie im Marienviertel lebt, ist randvoll mit Erinnerungen an ihre Familie. „Meine Großeltern haben es gekauft und unten einen Tante-Emma-Laden betrieben“, erzählt Engel. „Ich hab mein ganzes Leben hier verbracht.“

„Ich nenne es mein Fast Food“

Jetzt kommt etwas Olivenöl in die Pfanne und der Fisch dazu. Dagmar Engel, die mit ihrem Hund Perro zusammenlebt, der aus einer spanischen Auffangstation für Straßenhunde stammt, liebt an diesem Rezept besonders, dass es so schnell geht. („Ich nenne es mein Fast Food“) und, dass man es variieren kann: „Ich nehme auch mal Jakobsmuscheln oder Shrimps.“

Der Lachs ist schnell gebraten, nun kommt er mit den Nudeln und Tomaten in die Schüssel. Hinzugekommen sind „nur Salz, Pfeffer und Zitronenöl, sonst nix“. Für Frische sorgt eine Schicht Rucola. „Das sieht hübsch aus“, sagt Engel. „Es soll ja auch was fürs Auge sein. Dass man Rucola einfach so ungekocht ins Essen mengen kann, habe sie beim Italiener gelernt. Bei jenem, der die Kantine im Arbeitsamt betrieb, in dem sie gearbeitet hat. Jetzt heißt es jedoch: Feierabend! Und einfach nur genießen.

Und so geht’s

Zutatenliste: 150 Gramm Bandnundeln, 300 Gramm Lachsfilet, drei Frühlingszwiebeln, 50 Gramm Rucola, 200 Gramm Minitomaten, 3 EL Zitronenöl, alternativ Rapsöl/Olivenöl, Zitronensaft (2 EL Rapsöl gemischt mit 1 EL Olivenöl).

Zunächst die Bandnudeln nach Packungsangabe kochen. In der Zwischenzeit die Haut des Lachsfilets entfernen und den Fisch in etwa zwei Zentimeter große Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Rucola (Frau Engel nimmt am liebsten kleine Blätter) waschen und trocknen. Die Minitomaten halbieren. Dann in einen großen Topf etwas Raps- oder Olivenöl geben, die Frühlingszwiebeln und den Lachs darin anbraten, die Tomaten zugeben. Jetzt die abgetropften Nudeln untermischen, das Ganze nach Geschmack pfeffern und salzen. Den Rucola vorsichtig unterheben. Entweder Zitronenöl hinzugeben oder verquirltes Rapsöl/Olivenöl mit Zitronensaft/Zitronenaroma und sofort servieren.